Cusco, Salkantay & Valle Sagrado (Perú)

Cusco wurde unsere „Homebase“ für fast zwei Wochen. Von hier aus lässt sich nämlich unglaublich viel unternehmen. Die Stadt in Mitten der Anden ist schön, sauber und geprägt von einem Mix der Inka-Kultur und dem Einfluss der spanischen Eroberer, von Tradition und Moderne, von Spanisch, Englisch und Quechua sowie von Architektur, Natur und Essen. Weil Peru durch die verschiedenen Klimazonen einen unglaublichen Reichtum an Tieren und Pflanzen aufweist, ist das Thema Essen hier äußerst spannend, da es von Vielfalt geprägt ist. Am liebsten esse ich Quinua-Suppe. Mein Lieblingssnack der Anden ist das Incakorn. Das sind gesalzene, geröstete Riesenmaiskörner und fast besser als Popcorn. Neben Mais ist die Hauptnahrungsquelle bekanntlich die Kartoffel bzw. 3000 verschiedene Sorten davon. Die Variante Moraya (Richtung Titikakasee auch Tunta genannt) gehört jedoch definitiv nicht zu den genießbaren Speisen des Landes, da sie bitter und wie ranziger Käse schmeckt. Dennoch ist die Herstellung äußerst spannend: Die Kartoffeln werden, um sie haltbar zu machen, in den hiesigen Wintermonaten (Trockenzeit) in den Höhenlagen auf der Wiese ausgelegt und durch die nächtlichen Temperaturen von regelmäßig unter 0°C in Kombination mit trockener Luft gefriergetrocknet. Danach werden sie in Wasser eingelagert, um zu gären. Dadurch werden die Kartoffeln weiß. Im Anschluss werden sie in der Sonne wieder getrocknet. Fertig zum Einlagern und Verzehr. Ohne den Gärvorgang im Wasser bleiben sie schwarz, heißen dann anders und schmecken angeblich besser.

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