Nachtrag zu Perú

Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der den Glauben und ein bisschen der Traditionen der Andenbevölkerung in Perú beschreibt. Das fand ich vor Ort super spannend, es hätte meinen Beitrag jedoch viel zu lange gemacht. Im Artikel wird außerdem deutlich, welche Veränderungen der Tourismus mit sich bringt. Auch das hatte ich wahrgenommen, obwohl ich bei der beschriebenen Tour dann selbst dazugehörte. Bei uns war der lange Trek nämlich gesperrt. Hier nun die Einblicke, die ich so oder so ähnlich auch sammelte…

Arequipa & Colca Canyon (Perú)

Aus höchsten Höhen ging es in Peru weiter in Richtung abgrundtiefe Schluchten. Doch dazwischen lag erst einmal Arequipa. Die Stadt gilt als die schönste Stadt des Landes. Wir empfanden das im Vergleich zu Cusco nicht so. Dennoch entdeckten wir gemütliche und interessante Ecken. Allen voran die Klosteranlage Santa Catalina. Wie eine eigene kleine und vor allem völlig entschleunigte Stadt nimmt der Komplex ein ganzes Häuserviertel ein. Die Geschichte, der Lebensstil und die Aufgaben der Nonnen in den letzten Jahrzehnten und -hunderten wird beim Begehen der zahlreichen Gebäude anschaulich dargestellt. Fast alle Informationstafeln sind mindestens auf Englisch, viele sogar auf Deutsch und Französisch. Das beste waren dann die Kuchen im klostereigenen Café. Um an diese Rezepte zu gelangen, würde ich fast eine Zeit lang in den Orden eintreten. 😉

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Cusco, Salkantay & Valle Sagrado (Perú)

Cusco wurde unsere „Homebase“ für fast zwei Wochen. Von hier aus lässt sich nämlich unglaublich viel unternehmen. Die Stadt in Mitten der Anden ist schön, sauber und geprägt von einem Mix der Inka-Kultur und dem Einfluss der spanischen Eroberer, von Tradition und Moderne, von Spanisch, Englisch und Quechua sowie von Architektur, Natur und Essen. Weil Peru durch die verschiedenen Klimazonen einen unglaublichen Reichtum an Tieren und Pflanzen aufweist, ist das Thema Essen hier äußerst spannend, da es von Vielfalt geprägt ist. Am liebsten esse ich Quinua-Suppe. Mein Lieblingssnack der Anden ist das Incakorn. Das sind gesalzene, geröstete Riesenmaiskörner und fast besser als Popcorn. Neben Mais ist die Hauptnahrungsquelle bekanntlich die Kartoffel bzw. 3000 verschiedene Sorten davon. Die Variante Moraya (Richtung Titikakasee auch Tunta genannt) gehört jedoch definitiv nicht zu den genießbaren Speisen des Landes, da sie bitter und wie ranziger Käse schmeckt. Dennoch ist die Herstellung äußerst spannend: Die Kartoffeln werden, um sie haltbar zu machen, in den hiesigen Wintermonaten (Trockenzeit) in den Höhenlagen auf der Wiese ausgelegt und durch die nächtlichen Temperaturen von regelmäßig unter 0°C in Kombination mit trockener Luft gefriergetrocknet. Danach werden sie in Wasser eingelagert, um zu gären. Dadurch werden die Kartoffeln weiß. Im Anschluss werden sie in der Sonne wieder getrocknet. Fertig zum Einlagern und Verzehr. Ohne den Gärvorgang im Wasser bleiben sie schwarz, heißen dann anders und schmecken angeblich besser.

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Lima & Huancayo (Perú)

Bei längeren Reisen ändern sich die Pläne, die man einmal – zumindest grob – gemacht hat, ständig. So habe ich die Panamericana unterbrochen, Teile übersprungen und werde Südamerika in einer Art Kringel bereisen. Dieser begann in Lima, der Hauptstadt Perus, wo ich zum zweiten Mal Besuch von Felix bekam. Die Anreise aus Panama war schnell und einfach. Ich habe wohl die zwei schnellstmöglichen Abfertigungen auf internationalen Flughäfen erlebt. Weil ich sehr spät ankam, fuhr ich mit dem hauseigenen Shuttleservice des Hotels in die Stadt. Es gibt jedoch genug Taxifahrer und Transportagenturen, die bereits vor Verlassen des Flughafengebäudes auf die Ankommenden zustürzen. Mit um die 20 USD lassen sie sich dann sehr gut bezahlen.

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