Nicaragua

Eins vorweg: Hier habe ich viel zu wenig Zeit verbracht! Nicaragua ist wunderschön. Das Land besticht nicht nur durch unglaublich billige Preise für einfach alles (außer die ganz typischen Touren für Touristen), sondern vor allem durch die Landschaft (zwei Meere, jede Menge Vulkane, schöne und große Seen, grüne Wälder und Felder, …) und der Fakt, dass es sich um das sicherste Land Zentralamerikas handelt und man bedenkenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann. Die so genannten Chickenbusse sind alte us-amerikanische Schulbusse, die zum Teil noch in gelb, andere in knallbunt lackiert die einzelnen Dörfer miteinander verbinden. Abfahren tun sie (außer mancherorts sonntags) alle halbe Stunde bis Stunde, wenn sie (über-) voll sind. Berührungsängste darf man definitiv nicht haben, denn man quetscht sich wirklich mit wildfremden, schwitzenden Menschen auf die engen Sitze und steht auf jeden Fall mit Körperkontakt im Gang. Der Fahrer wird durch einen Kassierer unterstützt, der sich durch die völlig überfüllten Busse drängelt. Vorher bei Einheimischen informieren, was die Fahrt kostet kann von Vorteil sein, weil manche Kassierer versuchen zu wenig Wechselgeld zu geben. Auch Verkäufer bahnen sich an den Haltestellen ihren Weg durch die Busse, um Erfrischungsgetränke und Snacks zu verkaufen. Natürlich in alles in Plastiktüten. Mich verstört es sehr und es macht das schöne Bild des Landes kaputt, dass aller Müll einfach auf die Straße, in den Graben und ins Gebüsch geworfen wird, zum Auto und Bus hinaus, oder einfach im Vorübergehen. Manche Städte haben eine Reinigung, die versuchen, alles einzusammeln, anderenorts sind es Privatleute, die den Müll zusammenkehren und verbrennen. Generell benötigt Nicaragua jedoch definitiv ein Umdenken diesbezüglich, um das Land noch attraktiver zu machen. Die nächste Generation ist jedenfalls keck genug, um sich durchs Leben zu schlagen. Man sieht viele selbstständige, fitte Kinder, die einem ohne Scheu begegnen. Eins noch zum Schluss, weil es neulich so starkes Thema wurde, versicherte ich mich dreimal, dass es wirklich keinen Einreisestempel in den Pass gibt. Bei der Ausreise hingegen bekommt man dann einen Stempel. Natürlich gegen 3 USD Bearbeitungs- und Ausreisegebühr.

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