Caribe (Colombia)

Weil ein Bus von Medellín (auch von Bogotá) 15 Stunden an die Karibikküste benötigt, entschied ich mich für einen Flug. Innerhalb Kolumbiens kosten zahlreiche Flüge um die 40 Euro. Nach einer guten Stunde war ich im Norden das Landes angekommen. Der Flughafen Simón Bolívar International liegt deutlich außerhalb der Stadt weiter im Süden, doch ein Bus für 1.600 kolumbianische Pesos bringt einen innerhalb einer guten halben Stunde ins Zentrum Santa Martas. Man passiert dabei riesige Hotelanlagen entlang des Küstenstreifens und wäre es nicht bereits stockdunkel gewesen, hätte ich sicher die erste Aussicht auf das Meer gehabt. Aussteigen kann man quasi überall, wenn man den Fahrer freundlich darum bittet und an Unterkünften mangelt es auch keineswegs. Mein Hostel hatte zum Glück einen kleinen Pool, denn das heiß-feuchte Klima hat mich erst einmal fast aus den Latschen kippen lassen. Es ist hart, sich dann aufzuraffen, um etwas zu unternehmen. Angenehm kühler war es nur nachts im riesigen Schlafsaal mit Klimaanlage und Ventilatoren.

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#10

Heute habe ich nicht nur die Nummer 10 der kolumbianischen Nationalmannschaft und deren 3:0 Sieg gefeiert, sondern auch den zehnten Reisemonat abgeschlossen. Kolumbien ist total Fußball-verrückt und hier die WM mitzuerleben, wäre sicherlich ein riesen Spaß (vorausgesetzt sie gewinnen von nun an nur noch). Doch – und nun kommt der mega Spoiler – die K.O. Phase werde ich wohl hauptsächlich vor dem heimischen TV schauen. 😉

Today I celebrated not only the number 10 of the Colombian national team and their 3:0 victory but also the end of the 10th month of travelling. Colombia is totally crazy about football and it would be lots of fun to follow the championship here (in case they keep winning). But – and that’s the big spoiler – the important matches I’m going to watch on my television at home. 😉

Hoy celebré el número 10 del equipo colombiano y su 3:0 victoria. También es el fin del décimo mes de mi viaje. Colombia es loco por el fútbol y sería muy divertido de quedarme acá (si siguen ganar) pero – eso es el gran spoiler – voy a mirar la fase importante en casa. 😉

Andes (Colombia)

Kolumbien ist genauso grün wie Ecuador. Es ist der Wahnsinn! Die meisten Leute sind total nett und hilfsbereit, wobei es natürlich Ausnahmen gibt. Am Busterminal zum Beispiel versucht jedes Unternehmen so viele Tickets wie möglich zu verkaufen und gibt daher auch falsche Auskunft über Strecken. Am besten fragt man immer schon vorher in der Unterkunft nach den bestehenden Verbindungen. Aber Achtung, Fahrpläne ändern sich ständig, also kann es deutlich mehr oder weniger Abfahrtszeiten geben, als das Ho(s)telpersonal zu wissen glaubt. Im Straßenverkehr herrschen natürlich lateinamerikanische Verhältnisse, also Augen zu und durch. Wie all die vielen Rad(renn)fahrer, die man überall sieht, Freude daran haben können und ohne Angst von A nach B kommen, ist mir ein Rätsel. Allerdings herrscht hier Helmpflicht für alle motorisierten Zweiradfahrer – ein seltener Anblick. Beim Thema Anblick… Ich konnte mich dieses Mal nicht daran gewöhnen, dass ich von manchen Männern wieder direkt und lange angestarrt werde (auf Grund meiner Größe, Haarfarbe, …?!). Am besten ist wohl einfach „Hallo“ sagen, aber ich empfand es meist äußerst unangenehm. Doch wie kam ich überhaupt rein ins Land? Ich erreichte von Ecuador kommend den Grenzübergang Rumichaca im mittleren Süden und zumindest auf kolumbianischer Seite war zum Glück keine Schlange, ich bekam ruckzuck meinen Einreisestempel und die Beamten erklärten mir, welches die richtigen Taxis sind: die weißen unterhalb des Migrationsgebäudes (colectivos 1.900 COP bis Ipiales Park oder Busterminal). Das war gut, denn beim Verlassen des Gebäudes wollten mir einige Männer gleich einmal ein so genanntes „fake taxi“ aufschwatzen. Aber nicht mit mir. Ich kam nach wenigen Minuten sicher in Ipiales an.

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