Québec City (CAN)

Für die Weiterfahrt nach Québec City habe ich mich kurzer Hand bei amigoexpress.com (eine zweite Seite für Mitfahrgelegenheiten ist kangaride.com) angemeldet. Im Vergleich zu den Greyhound Bussen oder den regionalen Zugunternehmen spart man hier deutlich mehr als die Hälfte der Fahrtkosten und da dieses System in Deutschland als Fahrer immer super geklappt hat, nutze ich es hier nun als Fahrgast. Von der Endhaltestelle der Métro in Montréal aus ging es dann immer gen Osten, bis wir die Stadt, die der Region ihren Namen gibt, erreichten. Hier ist die Landschaft wieder etwas hügeliger und es gibt wieder wunderbar viel Wasser. Bei mehreren Spaziergängen durch die Stadt erfreute ich mich an den wunderschönen Gebäuden. Das größte davon, das Château Frontenac (heute ein 5-Sterne Hotel), ist aus Filmen bekannt und überragt den Rest der Altstadt. Aber auch ein Rundgang um die Citadelle, das Flanieren auf der Hafenpromenade und die vielen kleinen Gassen auf und am Fuß des Hügels von Vieux-Québec sind wirklich lohnenswert. Selbst das Bahnhofsgebäude hat Türmchen und Erker und ist absolut nicht mit unseren Bahnhöfen in Deutschland zu vergleichen. Die vielen kleinen Cafés und Restaurants laden ebenfalls zum Verweilen ein und da es sehr warm war und die Sonne den ganzen Tag vom Himmel lachte (leichter Sonnenbrand No. 2), konnte ich in manchen Parks den Kindern zuschauen, wie sie in Badeklamotten oder einfach nackt durch die Wasserfontänen rannten. Glück ist, wenn man dabei beobachtet, wie ein Vater seinen Sohn im Rollstuhl durch selbige fährt, beide voller Enthusiasmus und bereits pitschnass.

Viex-Québec

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Montréal (Québec, CAN)

Nach ein paar Stunden, die ich komplett verquatscht habe – wobei das aus-dem-Fenster-Gucken natürlich nicht zu kurz kam – war ich schon in downtown Montréal und bereits beim Reinfahren war klar: Diese Stadt ist die schönere! Und das wurde an vielen Orten meiner Erkundungstouren dann auch bestätigt.
Mein Kontakt über Couchsurfing.com holte mich am Hostel ab und zeigte mir die Innenstadt und den Hafen sowie das seiner Meinung nach beste Pub, in dem – welch Zufall – mein Lieblingsbier aus Cork ausgeschenkt wird (Erinnerung: Vor knapp 10 Jahren verschlug es mich für mehrere Monate nach Irland und einige von euch durften schon einmal nur lesen, was ich so erlebe).

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Toronto (Ontario, CAN)

Die Reise nach Kanada mit Icelandair bescherte mir wunderbare Bilder von vereisten Vulkanen, Gletschern und faszinierenden Landschaften auf Island und Grönland und von riesigen Eisbergen in der Labrador See. Schade, dass ich ohne Zwischenaufenthalt gebucht hatte. 😉 Die Ankunft in Toronto war unkompliziert und das Planet Traveler Hostel ist super. Allerdings hat mich der Rest eher enttäuscht. Die Stadt, die laut Anwohnern so herrlich ist, zeigte sich mir vor allem in Old Town doch eher von einer hässlichen architektonischen Seite. Verwunderlich, dass sich ausgerechnet hier die Obdachlosen sehr wohl fühlen und sich mitten auf die Gehwege legen. A propos, hier ist es nicht üblich, sich auszuweichen, auch nicht, wenn man zu dritt nebeneinander geht und damit den ganzen Weg blockiert. Daher zieht es wohl auch alle auf den CN Tower oder auf die Toronto Islands, weil man dort nicht nur den besten Blick auf die Skyline hat – mal abgesehen vom Rooftop des Hostels – sondern alles schön aufgeräumt und heile ist. Geschichtsträchtig ist in dieser Region eigentlich nichts. Da ist man als Europäer vielleicht auch echt zu verwöhnt. Also beschränkte ich mich auf ein paar Spaziergänge durch die Straßen.

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Es geht los…!

Reisemotto

Liebe Familie, liebe Freunde, liebe Leute, die aus Interesse auf dieser Seite gelandet sind,

jetzt ist es endlich – oder auch schon – soweit und ich verlasse das Ländle für längere Zeit.

Ich habe mich mit viel Orgakram herumschlagen müssen, habe Sachen zusammengesucht und gekauft, andere für die Reise angepasst, habe mein Auto untergestellt, noch eben meine Stimmen für die Bundestagswahl im September abgegeben und eine Abschiedsparty geschmissen. Während der letzten Wochen gab es viel Zuspruch, aber auch Ungläubigkeit, aufmunternde Worte, viele gute Wünsche und natürlich auch ein paar Tränen. Dementsprechend vielfältige Emotionen kommen dabei auch in mir hoch. Ich verlasse Stuttgart nicht, weil es mir hier nicht gefällt, sondern es nach 10 Jahren (damals war es Irland) noch einmal Zeit ist, Abenteuer zu erleben. Doch in Anlehnung an eine Aussage meines geliebten Bruders: Ich komme ja wieder zurück. 🙂

In diesem Sinne wünsche ich mir selbst eine abwechslungsreiche Reise, sodass es für euch Mitlesenden nie langweilig wird, und euch allen eine ebenso schöne Zeit in der Heimat, an die ich bestimmt immer wieder denken werde.

Auf geht’s!

— English Version —

Dear friends and family and those who are reading this by interest,

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