Caribe (Colombia)

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Weil ein Bus von Medellín (auch von Bogotá) 15 Stunden an die Karibikküste benötigt, entschied ich mich für einen Flug. Innerhalb Kolumbiens kosten zahlreiche Flüge um die 40 Euro. Nach einer guten Stunde war ich im Norden das Landes angekommen. Der Flughafen Simón Bolívar International liegt deutlich außerhalb der Stadt weiter im Süden, doch ein Bus für 1.600 kolumbianische Pesos bringt einen innerhalb einer guten halben Stunde ins Zentrum Santa Martas. Man passiert dabei riesige Hotelanlagen entlang des Küstenstreifens und wäre es nicht bereits stockdunkel gewesen, hätte ich sicher die erste Aussicht auf das Meer gehabt. Aussteigen kann man quasi überall, wenn man den Fahrer freundlich darum bittet und an Unterkünften mangelt es auch keineswegs. Mein Hostel hatte zum Glück einen kleinen Pool, denn das heiß-feuchte Klima hat mich erst einmal fast aus den Latschen kippen lassen. Es ist hart, sich dann aufzuraffen, um etwas zu unternehmen. Angenehm kühler war es nur nachts im riesigen Schlafsaal mit Klimaanlage und Ventilatoren.

Das Zentrum besteht gefühlt aus vier Bereichen. Einer ist die Hauptstraße, die Carrera 5, auf der sich allerhand Verkäufer tummeln – aktuell natürlich mit Fußballtrikots en masse. Hier ist auch der große éxito Supermarkt und alle wichtigen lokalen Buslinien sind erreichbar. Dann gibt es den alten Teil der Stadt mit der komplett weißen Kathedrale, dem Parque Simón Bolívar und den ältesten Gebäuden, die zum Teil noch aus der Gründerzeit der Stadt erhalten sind. Dazu gehört zum Beispiel auch die Casa de la Aduana, das heutzutage das Museo del Oro Tairona beherbergt. Dies veranschaulicht die Geografie, Flora und Fauna sowie die Geschichte der Region von indigenen Völkern, über die Eroberung durch die Spanier und deren Halten von Sklaven, bis zu deren Befreiung, die Entwicklung der Stadt an sich, das heutige Leben der städtischen und der indigenen Bevölkerung und deren Traditionen sowie einige Ausstellungsstücke aus früherer Zeit in Gold. Alles ist zweisprachig gehalten und ich habe locker über zwei Stunden im Museum verbracht. Der Eintritt ist frei. Über den Malecón erreicht man kolumbianische Restaurants, den (äußerst dreckigen) Strand und den Yachthafen. Außerdem hat man eine gute Sicht auf die knapp vor der Küste liegenden Insel mit ihrem Leuchtturm. Und zuletzt gibt es rund um den Parque Santander oder auch Parque de los Novios jede Menge Restaurants, Cafés und Bars für Touristen. Abends füllt Straßenmusik die Gasse der Carrera 3 und Jugendliche veranstalten Tanzbattles im Pavillon des Parks. Außerdem sitzen überall „Gestrandete“ und versuchen selbst hergestellten Schmuck zu verkaufen. Verkauft wird vor allem am Malecón auch alles andere (Un-)Vorstellbare. Dazu gehören Drogen, Massagen (eher an den Stränden) und die Leistung von Prostituierten. Ein Lächeln in Kombination mit einem „no, gracias“ reicht aber aus, um Ruhe zu haben. Egal, wo man einkauft – oder was *haha* – sollte man sein Wechselgeld nachzählen. Mir wurde mehrmals zu wenig herausgegeben und musste mich beschweren. Im Supermarkt passierte das nicht. Dafür geht hier an den Kassen alles so extrem langsam von Statten, dass man sich schon fast fragt, ob man wohl helfen kann.

 

Santa Marta war für mich eigentlich nur Ausgangspunkt für zweierlei Unternehmungen. Den Besuch des Parque Nacional Natural Tayrona und der vier- bzw. fünftägige Trek zur Ciudad Perdida in der Sierra Nevada de Santa Marta. Über mein Hostel, in dem ich auch all meine nicht-benötigten Sachen lassen konnte, buchte ich diesen mit der Agentur Baquianos travel & adventure. Bei allen vier Agenturen, denen es erlaubt ist Leute zur „Lost City“ zu führen – ohne Guide darf man nicht auf den Trek –, kostet die Unternehmung inklusive aller Mahlzeiten, Wasser, Übernachtungen (Stockbetten mit Mosquitonetzen), Transport und Eintrittsgebühr 950.000 COP, egal, ob man ihn in vier oder fünf Tagen zurücklegen möchte. Das ist eine ganze Menge, doch die Investition definitiv Wert. Die Gruppen sind sehr klein (in der Hauptsaison max. 13 Personen, in der Nebensaison zum Teil nur zwei) und ich war mit den Guides und Übersetzern (Ich habe sie tatsächlich nicht einmal mehr gebraucht.) super glücklich. Für jeden, mit dem ich über den Trek sprach, war es der härteste, den sie je gemacht haben. Mir ging es am Ende genau so. Das liegt jedoch nicht an den Distanzen oder Höhenmetern, die man zurücklegen muss, sondern an der unglaubliche Hitze. Ich habe noch nie in meinem Leben so geschwitzt. Die Klamotten sind innerhalb von 20 Minuten komplett nass, jeden Tag. Man braucht sich also gar nicht erst die Mühe zu machen, für jeden Tag frische Shirts und Co. mitzuschleppen (Mache ich ja eh nie…). Eigentlich regnet es jeden Nachmittag (Regenwald!), doch wir blieben von oben trocken. Hat man einen guten Führer, versprechen einem regelmäßige Sprünge in natürliche Pools an Wasserfällen und Flüssen die bitter benötigte Abkühlung. Unterwegs gibt es Snacks und Fruchtstände. Wie herrlich eine Wassermelone schmecken kann, weiß ich seit diesen Tagen erst so richtig. Wie jedes lokale Obst schmeckt sie natürlich auch allein deshalb hier viel besser, weil sie reif geerntet wurde.

Ich wurde leider in der ersten Nacht krank – auf Grund des Klimas passiert das regelmäßig Touristen auf dem Trek – und verbrachte einen Tag zwischendurch im ersten Camp, in dem ich liebevoll mit Tee und Suppe versorgt wurde, um am darauf folgenden Tag mit der nächsten Gruppe der selben Agentur weiterzugehen. Ich hatte das Glück herzlich „adoptiert“ zu werden und verstand mich mit meinen neuen vier Wanderkollegen und dem Team aus Guide, Übersetzer und Koch super gut. Unterwegs hieß es dann plötzlich, wir hätten die Sondergenehmigung im ehemaligen Camp auf den Terrassen der Ciudad Perdida zu übernachten. In letzter Minute wurde diese uns dann jedoch wieder entzogen und wir schliefen wie alle im Camp Paraíso, ein Kilometer vor dem Ziel, das dann in aller Frühe durch das Durchwaten eines Flusses und das Hinaufsteigen von über 1000 unglaublich steilen Treppenstufen erreicht wurde. Wir gingen eine halbe Stunde früher los als alle anderen, um bessere Fotos schießen zu können. Die Sonne ging erst unterwegs richtig auf, was zusätzlich ein Vorteil war. Die Anlage der alten Stadt ist umringt von den Bergen der Sierra und unter der Aufsicht von Militärs heute wieder sicher vor Plünderern auf der Suche nach Gold. Seltsam ist es trotzdem, im Hinterland plötzlich Bewaffneten gegenüberzustehen. Während der vier Tage sogen wir stundenlange Informationen in uns auf und leerten unsere Mückensprayreserven. Wir fielen um 20 Uhr hundemüde ins Bett, um vor Sonnenaufgang wieder hinauszukrabbeln und freuten uns über riesige Popcornladungen beim Kartenspiel. Wir lauschten am Ende sogar dem Oberhaupt eines indigenen Dorfes und ich konnte endlich einmal wieder eine Tasse Coca-Tee genießen und meine Reserven an gerösteten Kakaobohnen auffüllen. Zum Glück, habe ich mich durch den schwachen Tag gequält und nicht umgedreht, als es mir schlecht ging, denn so hätte ich den ganzen Spaß verpasst. Zurück in Santa Marta musste ich dann dennoch einen Tag Pause einlegen, bevor ich mich auf den Weg in den zweiten Nationalpark machte. (Ausschlafen war auf Grund des um 7 Uhr beginnenden Fußballspiels der kolumbianischen Nationalmannschaft bei der WM unmöglich. Und dann haben sie auch noch verloren…)

 

[Zum Video: Es erzählt das politische Oberhaupt (Der wichtigste Mann ist der spirituelle Führer eines Dorfes) eines indigenen Volkes. Einer der Männer trocknet Coca-Blätter mit Hilfe eines im Feuer erhitzten Steines in seiner Umhängetasche und der andere kaut Coca-Blätter, die er mit pulverisierten Muschelschalen vermischt auf sein „poporo“ (getrockneter Kürbis) aufträgt. Dies tun Männer ab dem 18. Lebensjahr. Die Frauen sind hingegen diejenigen, die die Coca-Blätter pflücken. Der Anbau von Coca ist seit dem „Plan Colombia“ nur noch den indigenen Völkern erlaubt und nur in Mengen zum eigenen Konsum.]

„Wer mehr nach seinen Schuhen als nach dem Weg schaut,
ist des Weges nicht Wert.“

Der Parque Nacional Natural Tayrona ist über Busse von der Ecke Calle 11/Carrera 9 in Santa Marta erreichbar. Es gibt mehrere Stellen, an denen man ihn betreten kann, nachdem man die 45.500 COP (Nebensaison) bzw. 54.500 COP Eintritssgebühr plus einer obligatorischen Notfallversicherung von 2.500 COP entrichtet hat. Ich entschied mich, von Calabazo aus zu starten (6.000 COP für den Bus bis hierhin). Am Parkeingang war das Zirpen der Insekten so laut, dass es richtiggehend Schmerzen verursachte. Mehrere Male wurden mir Mulis für den Transport meines Rucksacks oder gleich die Mitfahrgelegenheit im Jeep angeboten, doch ich quälte mich in sengender Hitze (Es war gerade mal 9 Uhr am Morgen) den sandigen Berg hinauf. Dabei war ich quasi komplett alleine und begegnete nur ein paar Einheimischen, die ihre Grundstücke hier haben. Sie bieten auch Getränke und Souvenirs für Wanderer am Wegesrand an,doch die meisten Buden waren (noch) leer. Auf dem Weg ins indigene Dorf Pueblito konnte ich zwei-, dreimal einen Blick auf die Sierra Nevada hinter mir werfen und sehnte mich nach den dortigen kalten Flüssen. Aber ich war ja auf dem Weg ans Meer. Der Abstieg nach Cabo war eine reine Kletterpartie und manchmal nicht ganz ungefährlich, weil man größere Felsspalten überspringen muss. Am Ende musste ich dann noch unter einem Felsen hindurchkriechen, was mit dem Rucksack fast unmöglich war. Neben riesigen Ameisen, die Dinge über die Wege tragen, und Bäumen, die Blüten nach mir warfen, sah ich mindestens fünf verschiedene Eidechsenarten (viel zu schnell zum Fotografieren) und zwei kleine Schlangen. Manchmal hatte ich das Gefühl, eine sanfte Brise vom Meer her zu spüren, doch vielleicht war es auch nur Einbildung auf Grund der abartigen Hitze.

Das Campen in Cabo San Juan del Guia kostet trotz selbst mitgebrachtem Equipment 30.000 COP, was mehr ist als ein Bett im Hostel. So hätte ich keine zwei Nächte bezahlen können, nachdem ich schon den höheren Betrag am Eingang blechen musste. Der Blick direkt am Strand war zwar ganz nett, aber ich entschied mich nach meiner Mittagspause weiter nach Arrecifes zu laufen. Dort fand ich einen Campingplatz – keine Schönheit – für 10.000 COP die Nacht im eigenen Zelt oder 15.000 COP in der Hängematte. Ich bezahlte am Ende gar nichts, sondern tauschte mein Zelt gegen zwei Nächte plus Mango-Flatrate frisch vom Baum. Toilette wie „Dusche“ (Wasserfass mit Eimer) waren jedoch ohne fließend Wasser, doch das störte eigentlich überhaupt nicht, denn ich hatte ja das Meer und mehrere Strände direkt vor der Zelttür. 😉 Diese große karibische Badewanne nutzte ich dann sowohl am Nachmittag als auch am gesamten nächsten Tag. Am liebsten mochte ich den Strand Piscina, wo ich mir einen Schattenplatz unter Palmwedeln bauen musste, um nicht zu verbrennen. (Sonnenbrand hatte ich am Ende dann aber trotz Schatten und Sonnencreme.) Große, bunte Fische konnte ich selbst ohne Schnorchelausrüstung im Wasser bewundern und ich genoss es einmal ausgiebig nichts zu tun, außer zu lesen und immer wieder ins Wasser zu springen. Das ist hier übrigens so salzig, dass man einfach so treiben kann. 🙂

In der Nacht regnete es und so war der weitere Weg bis zum Erreichen der Straße eine matschige Angelegenheit. Mit gegenseitiger Hilfe unter Fremden an ganz gemeinen Stellen, konnte er bezwungen werden. Alle Wege im Park sind übrigens auf den Rücken von Mulis zurücklegbar, wenn man das möchte und bezahlen kann. Außerdem hörte ich sie, aber sah die vielen Brüllaffen leider nicht. Dafür entdeckte ich einen kleinen Pfeilgiftfrosch. Dann musste ich noch einmal eine Stunde auf asphaltierter Straße bis zum Parkeingang Zaino gehen. (Für 3.000 COP kann man sich von Shuttles fahren lassen.) Von dort aus fuhr ich mit dem Bus zurück in die Stadt (7.000 COP), duschte im Hostel, packte zum vorletzten Mal meine Rucksäcke neu, ging super lecker (bio und vegan) im Café Ikaro Mittagessen und verließ Santa Marta.

Die „Kaffee-Stadt“ Minca, die ebenfalls in der Sierra Nevada de Santa Marta liegt und von Reisenden total geliebt wird, ließ ich aus Zeitgründen aus. Eventuell zum Glück, wie ich hinterher erfuhr, denn in diesen Tagen wurde ein dort lebender Norweger ermordet. Das ist das erste Mal, dass ich von einem Zwischenfall wie diesem während meiner Reise erfuhr und war nun doch ein klein wenig froh darüber, bald heimzukehren. Ich bin natürlich nicht so naiv zu glauben, dass man in Deutschland uneingeschränkt sicher ist, aber da bin ich zu Hause und glaube daher generell Situationen und Gefahren besser einschätzen zu können.

Meine letzte Station in der Region Caribe war also die Küstenstadt Cartagena. Dorthin fuhr ich mit einem Tür-zu-Tür-Shuttle, weil das schneller gehen sollte und nur 10.000 COP weniger kostet als der Bus, zu dem man erst noch mit einem anderen Bus oder Taxi fahren muss (ebenso am Zielort; 50.000 COP, über Unterkünfte buchbar). Es war bequem, jedoch konnte der Fahrer erst das Hotel der letzten Passagiere nicht finden, füllte dann wie immer den Kleinbus mit Leuten vom Straßenrand auf und wurde dann über eine halbe Stunde in einer Straßenkontrolle festgehalten, nur um sich am Ende auch noch zu verfahren. Aber ich kam an. 😉 Das Zentrum Cartagenas ist wunderschön, mit bunten Kolonialhäusern und buchstäblich eingemauert, denn die alten Verteidigungsanlagen stehen überwiegend noch. Außerhalb gibt es nichts wirklich besonderes, nur das Castillo de San Felipe (25.000 COP), auf dem ich sogar ein Fußballspiel schauen konnte, und das Museum Casa Museo Rafael Núñez, dessen kurze Öffnungszeiten jedoch verhinderten, dass ich das Haus des viermaligen kolumbianischen Präsidenten von innen sehen konnte. A propos innen: innerhalb des massiven Stadtwalls leben eigentlich nur Touristen und die, die unmittelbar für diese arbeiten. Stromausfälle stehen auf der Tagesordnung und im Supermarkt muss man auch hier viel Zeit und Geduld mitbringen. Es gibt Führungen (bis zu 100.000 COP für 1,5h am Vormittag, wenn es noch nicht viel zu heiß dafür ist), doch man kann auch alleine alles abgehen und die Erklärungen auf den vielen Hinweistafeln an Gebäuden und auf Plätzen lesen. Es gibt einige Museen und Kirchen, in die man gehen kann. Ich selbst war im Museum del Oro Zenú (Eintritt frei), wo ich neben der Geschichte Cartagenas auch gelernt habe, traditionelle Armbänder aus trockenen Grashalmen herzustellen. Wie auch in Santa Marta gibt es überall in den Straßen Verkäufer von Wasser über Sonnenbrillen zu Drogen und Prostituierten, es gibt Touripreise in den Restaurants und Cafés und es mangelt an Wechselgeld. Neu sind hier die Frauen in knallbunten Kleidern, die riesige Schalen Obst auf dem Kopf tragen. Sie bieten Fotos gegen Trinkgeld an. Sie sind die Nachkommen der einst von den Spaniern aus Afrika gebrachten Sklaven. Wie fast überall in der Karibik besteht die Bevölkerung hier an der Küste aus einem Mix von indigenen, afrikanisch- und europäisch-stämmigen Menschen – und vielen Touristen. Das heißt aber auch, dass man das Geld gut los wird, zum Beispiel mit leckerem (italienischem) Eis, kolumbianischen Süßigkeiten oder lokalem Craft Bier. Die letzten Pesos bekam dann der Taxifahrer für den Transport zum Flughafen (15.000 COP).

Ich flog über Panama – Aller guten Dinge sind 3! 🙂 – nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik. Dort blieb ich nicht, wie von den meisten von euch vermutet, ein paar Tage am Strand liegen, sondern stieg in die nächste Maschine nach Frankfurt. Mittlerweile hatte ich ordentlich Husten und rasselnde Bronchien, verursacht durch die Differenz der Innen- und Außentemperaturen von manchmal fast 20 Grad, und so war ich froh, dass mir das „Reisebüro“ meines Vertrauens den Flug über Nacht und in der Premium Class gebucht hatte. Ich genoss ein letztes Mal Hühnchen mit Reis, half einer jungen Kolumbianerin noch durchs Flughafenprozedere und stieg dann in einen natürlich ordentlich verspäteten ICE nach Stuttgart. Zumindest bei der Bahn ist also alles beim Alten! Aber mich stört es jetzt nicht mehr. 😉

 

 

— English version —

Because of a bus from Medellín (or Bogotá) to the Caribbean coast takes 15 hours, I decided to book a flight. Inside Colombia there are lots of connections for about 40 Euros. After a little bit more than one hour I reached Simón Bolívar International Airport in the north which is a 30 minute bus ride south of Santa Marta. In between are lots of huge hotels and if I would have passed the coast in daylight I might have spotted the sea for the first time. Reaching the centre, the bus stops at various places and accommodations can easily be found. My hostel luckily had a small pool to cool down a little. The hot and humid climate almost killed me. It was so hard to get up to do something, because the nicest place is the huge dorm with air con and ventilation. 😉

Santa Marta’s centre is somehow divided in four parts. One is the main road Carrera 5, on which lots of vendors sell a lot of stuff – these times first of all jerseys of the national football team. The big éxito supermarket is located here as well. Then there is a part with the completely white cathedral, the Parque Simón Bolívar and the oldest buildings, of which one is the Casa de la Aduana, housing the Museo del Oro Tairona nowadays. It displays a lot about geography, plants and animals and the history of the region, reaching from indigenous people to Spanish conquerors, them bringing slaves from Africa and their independence, the development of the city itself, today’s way of life and traditions in town and indigenous villages and some golden art of former times. Everything is explained bilingual and I spent at least two hours inside. There is no entrance fee. Walking along the Malecón means being next to the (very dirty) beach on one side and lots of shops and restaurants with traditional dishes on the other. It’s the way to the harbour and the small island with its lighthouse can be seen just off the shores. The last part is the pedestrian streets around Parque Santander or Parque de los Novios with lots of restaurants, cafés and bars for tourists. At night the Carrera 3 is crowded by people, musicians play and some teens have breakdance battles in the park’s pavilion. Besides that, handicrafts and self made jewellery are sold by foreigners that appear like being stuck here. In Santa Marta you can by everything. Right after sunglasses they offer you drugs, massages (more on the beaches) and prostitutes. But you can get rid of them with a smile and a “no, gracias”. No matter where you buy anything – or whatever it is *haha* – mind the change. Several time somebody tried to trick on me. It never happened in the supermarket. But there you need lots of time and patience at the cashier instead.

For me Santa Marta was more a base for different activities nearby. First of all the visit of Parque Nacional Natural Tayrona and the four or five day trek to Ciudad Perdida at Sierra Nevada de Santa Marta. I booked the trek in my hostel and went with Baquianos travel & adventure. The high prize of 950.000 COP is the same in the four agencies that are allowed to run tours and definitely worth it. Anyway there is no other change to do it for only being allowed to go with a guide. The groups are small (13 max. in high season, less in low season) and I was really happy with my guides, translators (I didn’t need them. *proud*) and cooks. They and the transport, entrance fee, accommodations (bunk beds with mosquito nets), food and water are inclusive, no matter if you do it in four or five days. Everyone I spoke to before told me that it is a hard hiking tour. Though it is not much to walk or climb compared to the treks I did before I felt the same – it has been my hardest! That is because of the extremely hot and humid climate which I am not made for. And so it happened that I got sick the very first night and could not go on the second day. I spent the time sleeping and reading while waiting for another day to come and the next group of my agency. They “adopted” me and together with three other travellers and an Argentinean journalist I made my way to the “lost city”.

I’ve never been sweating that much in my life. It has not even been salty any more, just wet after twenty minutes each day. Taking fresh clothes for every day is not necessary. Usually it raines in the late afternoon (rainforest!), but we’ve been dry all time, except the daily breaks in some natural pools in rivers and under waterfalls. Not every guide stops there, so we loved ours for that. More energy was delivered by snacks and fruits along the way. How delicious a water melon can taste, I recently learnt there. Suddenly we were surprised with the permit to sleep in a former camp on the terraces of Ciudad Perdida, but just before climbing up it was cancelled and we stayed at Camp Paraíso, as every other group does, and crossed the river and managed to reach the top of more than a thousand steps in the early morning. We’ve been he first ones up there, which was perfect. Three hours of information and pictures later, we left the ruins, surrounded by mountains and guarded by soldiers (In the past, a lot of people tried to rob the remaining gold out of the graves.), and went back down into the valley and back where we’ve come from. In the end we emptied all our bug sprays and sun lotion, happily ate huge loads of popcorn while playing cards in the evenings and listened to the political head of one of the native villages. I drank my first cup of coca tea after weeks without and refilled my cacao bean savings. I’m glad that I forced myself to keep walking after being terribly sick, because of the fun I had afterwards. Back in Santa Marta I needed a relaxing day without doing anything but having at least three showers and getting my clothes washed. (Sleep in was impossible because of football at 7am, when Colombia lost the first match of the world’s championship…)

[The video above shows the political chief of the indigenous village we’ve been to, telling us about life and culture. One of the others dries coca leaves in his shoulder bag, using a big stone heated in the fire. The other one chews the leaves and mixes them with grounded shells to put on his “poporo” (dried pumpkin). Men from the age of 18 do so, women on the other hand are the ones picking the leaves. Since the “Plan Colombia” the native peoples are the only ones being allowed to plant coca bushes for their own use.]

 „Who cares more about his or her shoes than about the path
is not worth it the path.“

With buses from Calle 11/Carrera 9 in Santa Marta Parque Nacional Natural Tayrona can be reached. There are several points to enter the park after paying the entrance fee of 45.500 COP (low season) or 54.500 COP and the emergency insurance of 2.500 COP (obligatory). I decided to start my last hiking trip in Calabazo (6.000 COP is the bus). The insects’ chirping sound was so loud, it caused a light headache. A few times I was offered mules to carry my backpack and even a ride with a jeep by some workers, but I slowly made my way up the steep, sandy path in the heat (It had been just 9 am.). I’ve been alone more or less. There are some houses and even small shops with water or handicrafts, but most of them were closed. Until I reached the indigenous village Pueblito I glanced back to the Sierra Nevada and wished for its cold rivers, but I’ve been on the way to the sea. Reaching Cabo was nothing more than steep climbing down, with sliding and jumping and even crawling under/over/around rocks and trees and holes. Besides giant ants carrying plants, trees throwing flowers at me and birds mocking from above, I’ve seen at least five different species of lizards (too fast to take pics) and two small snakes. Sometimes I felt a soft breeze from the sea but it could have been just my imagination.

Camping at Cabo San Juan del Guia costs 30.000 COP, even if you bring your own tent (without it’s 50.000 COP). That is more than a night in a hostel and after paying the higher price at the entrance I would not be able to pay for it. And so I continued walking after my lunch break at the first lovely beach. In Arrecifes I found a cheap (but ugly) campground with 10.000 COP in your own tent and 15.000 COP in a hammock. There was no running water (toilet and shower with buckets) but it was quiet and close to the beach / far enough to survive the mosquitoes. In the end I didn’t pay anything but left my tent for the two nights and a mango flat rate. I spent the afternoon and the next day at the beaches. I pretty much liked La Piscina where I built a cover for some shade of palm branches (I got sunburnt though, shade and lotion had not been enough…). Even without snorkelling gear I could watch bug, colourful fish swimming in the perfect blue water. It is extremely salty so that you can float easily without moving. 🙂

Due to some rain at night the path out of the park was so muddy that it turned out to be a real challenge. Mules can be hired for not walking if one is willing to pay for them. I heard howler monkeys and saw a tiny little frog in the first hour, the second was along the paved road to the entrance of Zaino. Instead of mules, shuttles drive here (3.000 COP). I walked and took the bus form Zaino back to Santa Marta (7.000 COP), had a shower in the hostel, re-packed all my stuff again, went out for delicious (organic and vegan) lunch at Café Ikaro and left town.

I skipped the coffee village Minca that is located nearby in the Sierra Nevada de Santa Marta because of visiting Salento in the south. But people love it! Later I’ve seen in the news that a Norwegian living there was killed these days. It had been the first time I’ve heard bad news like these while travelling in South America and was glad to go back home soon. I am not as naive to believe in Germany being completely safe, but I feel at home there and think I can estimate situations and danger in a better way.

My last stop in the region Caribe has been the coastal city of Cartagena. I took a door-to-door shuttle which can be booked in the hostels ins Santa Marta (50.000 COP). It is easier and almost as cheap as the regular bus for which you need another one or a taxi to the terminal and to the next accommodation. It was quite comfortable but it took a while. The driver could not find the correct hotel of the last passengers, then filled the rest of the van with people at some bus stop and was held in a traffic control for more than half an hour. In the end we got kind of lost in old Cartagena, but I finally reached my hostel. Cartagena’s centre is beautiful, with old colonial buildings and literally immured, because of the old, massive city walls that still separate the old town from the rest of the city. Outside a tourist cannot find any interesting things except the Castillo de San Felipe (25.000 COP), on which I even watched a football match, and the museum Casa Museo Rafael Núñez, an old house of four times over Colombian president ñez. But I haven’t been inside due to the short opening hours. Talking about “inside”: Inside the city walls the streets are crowded with tourists. Everyone living here is a tourist or working for tourism. Everyday the lights went off several times and patience is needed in the supermarkets here as well. There are vendors everywhere (water, hats, drugs, …) and women in colourful dresses with huge bowls of fruit on their heads. For some money they offer to take pictures with them. They are part of the mix of natives, former European immigrants and former African slaves in the Caribbean. Walking tours are offered every morning at the clock tower (up to 100.000 COP for 1,5 hours), but there are lots of signs with information in the streets and on the buildings, so I decided to walk by myself. 🙂 I visited the museum del Oro Zenú (free) about Cartagena’s history, indigenous peoples and their gold works. I also learnt how to make wristbands out of dry grass in a workshop. Restaurants and cafés are expensive – tourists pay a lot.. But for me it meant to get easily rid of my last Colombian pesos buying delicious Italian ice cream, Colombian sweets and craft beer. The last ones got the taxi driver for bringing me to the airport (15.000 COP).

I had a flight to Panama again – three is the magic number 😀 – and the transfer to Punta Cana in the Dominican Republic.. I did not stay there to spend some beach days, as most of you thought. I took the next flight back to Germany. Meanwhile I got a bad cough due to the big difference in inside and outside temperatures in Northern Colombia and for that I was happy about my “private travel agency” had booked premier class for me. So I had chicken and rice for the last time, helped a young Colombian girl with the airport procedures in Frankfurt and got on the next ICE to Stuttgart. Nothing has changed here… It was half an hour delayed. But I have changed and did not care at all! 😉

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

4 Gedanken zu „Caribe (Colombia)

  1. que chévere !
    pues, como ya nos dice Shakira:
    „que sí a Pique algún día le muestras el Tayrona, después no querrá irse pa‘ Barcelona“
    🙂

  2. Hallo Maren,
    schön, dass du wieder heil zurück bist! Ich wünsche dir weiterhin ein gutes Wiedereingewöhnen in Deutschland.

    Vielleicht bis bald,
    Judith

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