Andes (Colombia)

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Kolumbien ist genauso grün wie Ecuador. Es ist der Wahnsinn! Die meisten Leute sind total nett und hilfsbereit, wobei es natürlich Ausnahmen gibt. Am Busterminal zum Beispiel versucht jedes Unternehmen so viele Tickets wie möglich zu verkaufen und gibt daher auch falsche Auskunft über Strecken. Am besten fragt man immer schon vorher in der Unterkunft nach den bestehenden Verbindungen. Aber Achtung, Fahrpläne ändern sich ständig, also kann es deutlich mehr oder weniger Abfahrtszeiten geben, als das Ho(s)telpersonal zu wissen glaubt. Im Straßenverkehr herrschen natürlich lateinamerikanische Verhältnisse, also Augen zu und durch. Wie all die vielen Rad(renn)fahrer, die man überall sieht, Freude daran haben können und ohne Angst von A nach B kommen, ist mir ein Rätsel. Allerdings herrscht hier Helmpflicht für alle motorisierten Zweiradfahrer – ein seltener Anblick. Beim Thema Anblick… Ich konnte mich dieses Mal nicht daran gewöhnen, dass ich von manchen Männern wieder direkt und lange angestarrt werde (auf Grund meiner Größe, Haarfarbe, …?!). Am besten ist wohl einfach „Hallo“ sagen, aber ich empfand es meist äußerst unangenehm. Doch wie kam ich überhaupt rein ins Land? Ich erreichte von Ecuador kommend den Grenzübergang Rumichaca im mittleren Süden und zumindest auf kolumbianischer Seite war zum Glück keine Schlange, ich bekam ruckzuck meinen Einreisestempel und die Beamten erklärten mir, welches die richtigen Taxis sind: die weißen unterhalb des Migrationsgebäudes (colectivos 1.900 COP bis Ipiales Park oder Busterminal). Das war gut, denn beim Verlassen des Gebäudes wollten mir einige Männer gleich einmal ein so genanntes „fake taxi“ aufschwatzen. Aber nicht mit mir. Ich kam nach wenigen Minuten sicher in Ipiales an.

Die Stadt ist wahrlich keine Schönheit. Es gibt einen Park mit ein paar Bäumen und einen zweiten – eine reine Betonlandschaft, mit einer großen Kirche, Supermarkt und Bankautomaten sowie einer kleinen Touristeninformation. Zwei Blocks hinter der Kirche, auf der Kreuzung calle 4 / carrera 6 fahren colectivos in alle Richtungen sowie nach Las Lajas. Am Busterminal gibt es fast rund um die Uhr Busse gen Norden und man kann das Gepäck aufbewahren lassen. Die schlauste Taktik – die ich ausnahmsweise einmal nicht auf Lager hatte – ist es, früh genug anzukommen, um noch zwei bis drei Nachmittagsstunden mit einem Ausflug nach Las Lajas zu verbringen, um danach in einen Nachtbus zu steigen. Ich war zwar früh genug da, habe aber in Ipiales übernachtet und fuhr in der Früh weiter. Las Lajas ist ein kleines Dorf, zehn Taxi-Minuten entfernt (colectivo 2.500 COP). Neben unzähligen Souvenirshops in steilen Gassen geht es eigentlich darum, das Santuario de Las Lajas zu besichtigen, eine Wallfahrtskirche, die imposant in den Fels einer Schlucht gebaut wurde und die andere Seite mit einer Brücke verbindet. Es gibt Wege zu Aussichtspunkten auf gleicher Höhe, oberhalb und unterhalb, sowie noch mehr Souvenirläden und Essensstände. Regelmäßig finden katholische Messen statt, aber natürlich auf Spanisch. Es gibt zudem eine Seilbahn zu einem Aussichtspunkt an der Straße nach Ipiales, doch ich ging davon aus, dass der Blick nicht besser ist als direkt im Tal.

Mein zweiter Stopp galt der Stadt Popayán. Dahin fahren für 30.000 kolumbianische Pesos stündlich mehrere Busunternehmen über Pasto. Es ist die reinste Hoppelfahrt, aber am Ende wird sogar noch zum Mittagessen eingekehrt. Mich erwartete Starkregen und so nahm ich ein Taxi vom Busbahnhof ins Hostel (innerhalb der Stadt Minimum 4.000 COP). Die Free-Walking-Tour durch die Stadt um 16 Uhr fiel daher jedoch auch ins Wasser. Später hörte es auf und das Tageslicht reichte noch für einen Spaziergang durchs Zentrum und auf den Aussichtshügel Cerro del Morro, von wo aus man die Stadt überblickt und im Hintergrund die Bergketten ausmachen kann. Es gibt viele Restaurants sämtlicher kulinarischer Herkunft und so stillte ich meinen Hunger seit langem einmal wieder mexikanisch. Das Tolle an Kolumbien ist, dass man wie in Ecuador überall frische Fruchtsäfte bekommt. Mit Milch oder Wasser, wie aus anderen Regionen bekannt, aber ohne Zucker! 🙂 Auf dem Rückweg zum Hostel war ich froh, dass ich von Cáelán begleitet wurde, denn einige Straßenzüge waren ohne Strom und wir mussten schauen, dass wir zügig aus den doch sehr unheimlich wirkenden Teilen herauskamen.

Über das Hostel buchten wir eine Tour ins Grüne für den nächsten Tag. Popayán Tours bietet täglich für 2-6 Personen den Transport vom Hostel Trail zu den Thermalquellen Hirviendo an. Mit dabei sind Hard-Tail Mountainbikes, Helm und Reparaturset. Man kann so lange man möchte in den stark nach Schwefel riechenden Quellen sitzen bleiben, duschen, essen und irgendwann dann aufs Rad steigen, um in atemberaubend schöner Landschaft des Valle Coconuco zurück nach Popayán zu fahren. Es geht überwiegend bergab, wurde uns gesagt, doch die Uphill-Etappen haben es dann in der Mittagshitze doch in sich. Statt des Restaurants im Thermalbad, wollten wir auf dem Rückweg im Estadero Don Luis einkehren, weil es uns schwerstens empfohlen wurde. Doch bis dahin waren es fast 30 Kilometer und der Magen knurrte. Mit frischen Tamales und heißer Schokolade, die in Kolumbien mit einem Stück Käse gereicht wird, versorgt, ließ es sich dann aber den Rest des Tages voll ohne Nahrungsaufnahme aushalten. Am aufregendsten war an diesem Tag definitiv der Straßenverkehr in der Stadt, denn für ein paar Infos zur Weiterreise, machten wir einen Umweg übers Busterminal.

In aller Frühe stand ich auf, schnappte meine Sachen und bezahlte 1.000 COP Nachtzuschlag mehr fürs Taxi, das mich in drei Minuten zum Busbahnhof brachte. Mein perfekt vorbereitetes Frühstück/Mittagessen vergaß ich dabei im Kühlschrank des Hostels. 39.000 COP kostete die siebenstündige Fahrt nach Armenia über Cali (die Stadt, um Salsa zu lernen, gibt sonst aber nicht viel her), morgendlicher Berufsverkehr, Pipipause und Polizeikontrolle inklusive. Am Busbahnhof Armenias wurde ich persönlich dann auch noch von einem Polizeibeamten kontrolliert, konnte dann jedoch ohne Probleme in einen Bus nach Salento umsteigen (4.500 COP) und nach langsamer Zuckelfahrt kam ich da am frühen Nachmittag dann an. Ich war extrem müde und entschied mich an diesem Tag lediglich dafür, mein Zelt im Garten des Hostal La Estrella del Agua (Stywen weiß einfach alles über die Gegend!) aufzubauen und mir etwas die Beine im Städtchen zu vertreten. Ich bestieg die vielen Treppenstufen hinauf zum Aussichtspunkt und genoss ein Stück super leckeren Kuchen im Café &Restaurant Bernabé. Die vielen Souvenirshops ließ ich aus und erfreute mich stattdessen am Blick auf sattgrüne Hügel und bunte Vögel.

Am nächsten Morgen stieg ich in einen der ersten Jeeps, die Salento stündlich vom Marktplatz ins Valle de Cocora verlassen (Hin- und Rückfahrt 8.000 COP). Ich wanderte die zwölf Kilometer-Route, die für Touristen im Park ohne Guide zugänglich ist. Das erste Stück des Weges verläuft über Privatgelände, weswegen man 3.000 COP Eintrittsgebühr entrichten muss. Man hat dabei einen super Blick auf unglaublich hohe Palmen und erreicht während stetigem Bergaufgehen zwei Aussichtspunkte, die jedoch durch den Blick an anderen Stellen getoppt werden. Durch einen Pinienwald geht es anschließend weiter, bis ein steiler Abstieg durch Regenwald folgt. Zurück auf staatlichem Grund findet man jede Menge Schilder zur Flora und Fauna des Waldes. Am Fluss angekommen, kann man entweder den Weg nach rechts, direkt zurück nach Cocora einschlagen, oder noch ein Stück weiter ins Tal hinein gehen, um die Kommune Acaime mit ihrer Casa de los Colibris zu besuchen. Die kleine Gruppe dort lebender Leute, die das Gebiet und die darin vorkommenden Tierarten schützen möchte, verlangt 5.000 COP. Dafür bekommt man dann jedoch auch eine große Tasse heiße Schokolade, Kaffee oder Wasser und kann so lange Kolibris beobachten, wie man möchte. Der Rückweg führt immer am Fluss entlang, wobei man diesen auf abenteuerliche Art und Weise einige Mal überquert. Als ich aus dem Wald hinaustrat und auf der Kuhweide landete, hatte ich das Gefühl im Allgäu zu sein. Lediglich die Palmen irritierten ein wenig. 😉 Je nach Gehtempo kann man die Route mit vielen Aussichtspausen gut in drei Stunden gehen, gesagt werden einem mindestens vier. Wer nicht laufen möchte, kann auch per Pferd ins Tal reiten. Angebote gibt es sobald man mit dem Jeep ankommt, ausreichend. Ich habe es sehr genossen, früh am Morgen zu starten, denn so hatte ich die Wege anfangs noch für mich und konnte in Acaime noch Ruhe genießen. Auf dem Rückweg kamen mir dann unglaublich viele Gruppen entgegen. Außerdem wurde es zur Mittagszeit immer wärmer und die Sonnenbrandgefahr stieg deutlich an.

Weil ich schon am frühen Nachmittag wieder zurück in der Stadt war, entschied ich mich, noch in die andere Richtung hinauszulaufen, um eine der Kaffeeplantagen zu besichtigen. Nach vier Kilometern auf Schotterpiste (Sonnenbrille hilft gegen den durch die Jeeps und Trucks aufgewirbelten Staub), mit grandioser Aussicht auf die grünen Bergketten und zahlreichen bunten Blumen am Wegesrand, erreichte ich die Finca de Don Elias. Dabei handelt es ich um ein kleines Familienunternehmen, das ihren Kaffee nur vor Ort anbietet. Die geführte Tour durch die Kaffeeplantage mit eigenhändigem Mahlen der Bohnen und anschließender Verköstigung kostete 10.000 COP. Das kleine Anwesen ist traumhaft schön und der Kaffee war unglaublich lecker – sagt die absolute Nicht-Kaffeetrinkerin. Natürlich kann man dann Bohnen oder gemahlenen Kaffee direkt mitnehmen (je 12.000 COP). In den Cafés Salentos bekommt man ebenfalls richtig leckeren, lokalen Kaffee. Sonst ist das in Kolumbien eher schwierig, da 80 Prozent der Produkte mit guter Qualität exportiert werden und die scheußlichen im eigenen Land verkauft werden. Es gibt viele Touren entlang der selben Straße und Jeeps fahren alle 30 Minuten (3.000 COP je Fahrt zwischen Den Fincas und Salento).

Am Samstag tummeln sich noch mehr Verkäufer auf dem Marktplatz. Hinzu kommen unzählige Essensstände, bei denen man traditionelle Gerichte wie Arepas mit Käse, Trucha (frittierter Fisch) natürlich einfach Maiskolben bekommt. Am Nachmittag stieg ich dann in einen der täglich verkehrenden Busse nach Medellín (4.700 COP, 7-9h). Dieser war richtig luxuriös, mit bequemen Sitzen, viel Beinfreiheit und WiFi. Außerdem erlebte ich zum ersten Mal wiederverwendbare Kontrollkärtchen fürs Gepäck. Ich amüsierte mich über das große Porsche-Logo, das auf dem Bus prangte und erfreute mich am schönen Landschaftsbild, bis es dunkel wurde. Vorher entdeckte ich noch einen Quetzal, der am Busfenster vorbeiflog.

„Nur der Himmel ist die Grenze.“ Medellín, die Stadt des ewigen Frühlings, gilt als Zeichen der positiven Entwicklung Kolumbiens schlechthin, denn wo im letzten Jahrzehnt noch Gewalt die Straßen bestimmte, boomt heute der Tourismus [mehr Hintergrund und/oder Netflixserie „Narcos“ schauen 😉]. Allen Stadtteilen voran die Comuna 13, deren Geschichte nicht nur auf unzähligen Graffitis, sondern auch in einem Buch veranschaulicht wurde. Die Künstlerszene ist äußerst präsent, egal ob Sprühkunst, Musik oder Tanz. Von der Metro-Haltestelle San Javier starten täglich um 10 und um 14 Uhr „free walking tours“ auf Trinkgeldbasis. Man muss sich jedoch vorher anmelden. Von hier kann man auch eine der Seilbahnen benutzen, um die Aussicht über die Stadt zu genießen und einige ärmeren Behausungen passieren. Eine weitere Linie, die weit oberhalb der Stadt zu einem Aussichtspunkt (Arvi) führt, startet am nördlichen Ende der Stadt. Die überirdische Metro ist super sauber, schnell und beschränkt sich auf wenige Linien. An allen Stationen kann man beliebig viele Fahrten lösten und ohne erneut zu bezahlen umsteigen, auch in die Kabinen der metro cable. Das Zentrum befindet sich zwischen den Stationen San Antonio, Parque Berrío und Prado. Mich hat es absolut nicht vom Hocker gehauen und so flüchtete ich zurück in den Stadtteil El Ppoblado, einem modernen, jungen Gebiet mit vielen Restaurants, Cafés und Diskotheken aller Preiskategorien. Ich selbst war großer Fan des „Menu de la Semana“ im Café und Restaurant D‘andré und hatte die vielleicht leckerste heiße Schokolade im El Brunch. Weil ich etwas Europa-Heimweh verspüre war ich an einem Nachmittag italienisch essen, auch einfach nur absolut lecker, wenn auch deutlich teurer als die Mahlzeiten, die ich sonst so in Kolumbien genossen habe.

Von Medellín aus sollte man unbedingt nach Guatapé fahren. Wenn man nicht gleich mehrere Tage dort verbringen mag (was nicht unbedingt sein muss), kann man eine recht preiswerte Tour via Homepage oder WhatsApp buchen. Sie beinhaltet ein Frühstück auf dem Weg nach Marinilla, einer Kleinstadt mit alten kolonialen Häusern in engen Gassen. Als wir ankamen wurde gerade das „Fest des heiligen Herzens Jesu“ gefeiert und die Band, die vor der Kirche „Highway to Hell“ spielte (Kolumbianer lieben wohl generell AC/DC), amüsierte mich köstlich. Weiter ging es durch das Dorf Peñol, das auf Grund des Baus des Staudamms umziehen musste und weiter zur Hauptattraktion der Gegend, dem Piedra del Peñol oder Peñon de Guatapé. Dies ist ein riesiger, total fehl am Platz wirkender Felsen, in dessen Flanke der Grundbesitzer Treppen bauen ließ, um ihn zu besteigen (18.000 COP). Fast 700 Stufen führen steil nach oben und eröffnen einen atemberaubenden Rundumblick über die Wasserfläche des verzweigten Stausees Embalse Del Peñol. Kleines Highlight am Rande: Ein unbeherrschter „Pilot“ flog seine Drohne vor aller Augen in einen Strommasten, woraufhin sie in die Tiefe und wohl zu Tode stürzte. Mittagessen, kleine Führung und etwas Freizeit gab es dann im Städtchen Guatapé, das beim Bau des Damms nicht umziehen musste, weil es etwas höher gelegen ist. Die bunten Mauersockel in engen, gepflasterten Straßen und Gassen führen zu Eisdielen, Souvenirständen und Restaurants. Die Uferpromenade befindet sich derzeit im Umbau, wird jedoch sicherlich schön. Dann brachte uns der Bus wieder zurück.

Auf selber Strecke liegt auch der internationale Flughafen Medellíns (Rionegro/MDE), von dem aus auch einige nationale Flüge starten. Die 45-minütige Taxifahrt dahin kostet 70.000 COP (Ruftaxen haben Sicherheitscodes), der Flughafentransfer einiger Unterkünfte knapp weniger. Die preiswerteste Variante ist ein micro bus vom Centro Comercial San Diego. Wer es etwas schneller, jedoch ebenfalls recht preiswert möchte, kann sich von da aus auch ein taxi colectivo teilen. Einige Flüge innerhalb Kolumbiens verlassen den zweiten Flughafen innerhalb der Stadt.

 

 

— English version —

Colombia is as green as Ecuador. It is amazing! Most of the people are super friendly and help you out with everything. But there are some exceptions, for example people selling bus tickets at the terminals. They give you wrong information about lines of other companies to sell you their own tickets. Best is to inform yourself in ho(s)tels. But mind the very often changing schedules. In the streets traffic is typical Latin American. Lots of cars and even more motorbikes not caring of any signs and traffic lights. I’m really wondering about how all the cyclists ride safely from A to B and have fun in the meanwhile. But all the motor cyclists wear helmets – what a strange sight. Talking about sights… The further north I get the more men stare at me again (because of me being taller than women here, because of my bright blonde hair, …?!). Best is to simply say “hello” but I feel very uncomfortable each time. But how did I reach this country? Coming from Ecuador I chose the boarder called Rumichaca in the mid-south. On Colombian side I changed my money (better rates) and did my migration in two minutes and asked the officials for the right taxi to the next town. I’m glad I did, because at the exit some strange men awaited people with offers for other taxis. By colectivo it is only some minutes and 1.900 COP to Ipiales.

This town is kind of ugly, but it has everything you need. Hotels, supermarket, ATMs and a huge bus terminal with buses running very frequently to a lot of different destinations. You can leave your luggage there to have a small trip to Las Lajas. Colectivos run from the corner calle 4 and carrera 6 (2.500 COP each way). In two hours you can easily get there, visit the Santuario de Las Lajas with all the paths and view points and drive back. There are masses in the church as well, restaurants on the other side of the bridge and lots of souvenir shops in the narrow streets leading back to town. A cable car leads up to another view point on the road to Ipiales but I thought of the sight is not better than directly next to the sanctuary in the valley. Afterwards you can catch an over night bus going north. I didn’t know that it will be so easy and slept one night in town to take a bus to Popayán early in the next morning.

They run via Pasto and cost 30.000 Colombian pesos. It is an unsteady drive with lots of bumps, holes and curves. The bus stopped shortly before reaching the city to have some lunch at a restaurant. Really strong rain awaited me in town, so I took a taxi (4.000 COP minimum in town) to the hostel and spent the next hours there. The free walking tour at 4pm was canceled due to the rain as well. But later it was nice and dry and I had a lovely evening stroll trough the city centre and up to Cerro del Morro from where one can overlook Popayán. It’s easy to find a restaurant of any type of food because there are a lot. There you get fresh fruit juices – in Colombia without added tons of sugar – with milk or water. On the way back I was glad that I was accompanied by Cáelán from my hostel because of some streets that have been without any lights – spooky.

We booked a tour into the mountains for the next day. Popayán Tours offers daily transport for 2-6 persons from Hostel Trail to Las Aguas Termales Hirviendo – including entrance fee and mountain bikes with which you drive the 30 kilometres along the Coconuco Valley back to town. We were allowed to stay as long in the hot springs as we wished for, there are showers and a restaurant. But we skipped the last because of some recommendations about another place to take lunch and the Colombian speciality hot chocolate with cheese. It has been more uphill stages than we were told but we had a lovely day out there on the road and the Tamales filled our empty stomachs. The most “dangerous” part was riding the bikes through town later to get some information from the bus companies at the terminal. But we made it safe back to the hostel.

Way too early I left the hostel at 4.30 am to catch a bus to Armenia (39.000 COP, 7h via Cali where there is nothing more to do than learning how to dance Salsa). The taxi costs 5.000 at night, but I didn’t care. I did more about the perfectly prepared breaky and lunch I left in the hostel fridge. Included in the bus ride was lots of traffic, road works, police controls and a stop to go to the toilet and by some snacks. Afterwards I took a small, every 20 minutes leaving bus to Salento. It has been the first time I was checked by police men at the bus terminal. After another hour driving slower than slowly I reached the small, nice town and set up my tent in the garden of Hostal La Estrella del Agua (Stywen knows everything about the area!). I was too tired to start any action so I just walked a little in the streets of Salento and climbed long stairs to a view point. I enjoyed lovely cake and hot chocolate at Café &Restaurant Bernabé and ignored all the souvenir shops along the way.

For the second day I planned some hiking. I left town with one of the first jeeps leaving the main plaza at 7.30am to Cocora (8.000 COP return). I then hiked 12 kilometres along some paths in the Valle Cocora. The first part is on private property and the entrance fee is 3.000 COP. Pretty tall palm trees make the landscape look very special. Climbing up a mountain I passed two view points but there were better views from other places. I continued through some pine tree forests and later went back down into the valley on a steep path through rain forest. Lots of signs inform about animals and plants of the region. I turned to the left to visit a place called La casa de los Colibris of the Comuna Acaime. They try to preserve the animals and plants in the forest here and for 5.000 COP entrance fee you get a free cup of coffee or hot chocolate (with cheese) or a bottle of water and you can watch the birds as long as you want. The way back to Cocora is along the river which needs to be crossed several times on shaky bridges or trees. Lots of people came towards me and I was glad that I started very early to have empty paths first and could watch the birds in silence. I ended on meadows with cows and felt somehow like in the German Allgäu, just a lot warmer.

I arrived back in town in the early afternoon and decided to walk four more kilometres to on of the Fincas de café. It is a lovely walk with great view, but the gravel road is very dusty and you better wear sunglasses when some trucks and jeeps pass by. I stopped at the Finca del Don Elias. It is a small family run coffee farm that sells the coffee only in that place and it offers tours for 10.000 COP. The coffee is good which is not common in Colombia because most of the high quality coffee is exported to Europa and North America. It has been the first time I drank a whole cup of coffee and I really liked it. Maybe just because of me graining it before or because of the very special, beautiful place or it is very good?! 🙂 For going back to town I waited for one of the jeeps passing by every 30 minutes (3.000 COP).

On Saturday there has been a market around the main plaza with handicrafts and lots of food. The traditional food is arepas with cheese, trucha (fried fish) and of course more corn. In the afternoon I took a bus to Medellín (4.700 COP, 7-9h, several a day). It has been quite luxurious with enough space and wifi. I smiled about the huge Porsche sticker on the outside and enjoyed looking out of the window until it got dark. I’ve even spotted a quetzal.

“Only heaven is the limit.” Medellín, the city of eternal spring, stands for the positive development of Colombia. Where violence was daily business for years tourism booms today. First of all in the Comuna 13, which’s story is told in graffitis, music and dance. From metro station San Javier daily free walking tours based on tips start at 10am and 2pm (sign in here). There is one opportunity to ride with the cable car over slums and on the top of some hills. Another one is in the northern end of the city and reaches the view point Arvi. The metro is clean, fast and has just a few lines. Tickets can be bought in every station and changing lines is possible without paying a second time. The centre is located in between the metro stations San Antonio, Parque Berrío and Prado, but I didn’t like it. So I went back to El Poblado in the south. It is a modern, young area with lots of restaurants, cafés and night clubs of all price ranges. I pretty much enjoyed the „Menu de la Semana“ at the café and restaurant D‘andré and might have had the best hot chocolate of my journey at El Brunch. Due to some Europe homesickness I went to one of the Italian restaurants the other day which was super delicious as well, but more expensive than my usual Colombian meals.

A trip to Guatapé is a must do if staying in Medellín. Those who don’t want to spend more than just some hours there (It is enough.) can book a day trip via the homepage or WhatsApp. A breakfast on the way to Marinilla is included. In that town narrow streets allow sights of old, colonial houses and the moment we reached the main plaza we came into the party for “the holy heart of Jesus”. I celebrated the band that played AC/DC’s “Highway to Hell” in front of the church. We drove through the village Peñol that had to move because of the dam that was built some decades ago and the lake that arose. In the end we reached the region’s main attraction, the Piedra del Peñol or Peñon de Guatapé. It is a huge rock that appears completely wrong in place. The owner built stairs into its flank and after almost 700 steps breathtaking views of lake Embalse Del Peñol welcome the visitors (18.000 COP). “Funny” highlight on top of the rock: A really bad “pilot” crashed his drone into some power pole and it fell to death. We had lunch and a guided tour in Guatapé. The colourful houses with their very special plinths are home to ice cream and coffee places, souvenir shops and restaurants. The path along the waterfront is construction zone at the moment but surely beautiful when finished. A two hour drive brought us back to Medellín.

Along this way the international airport (Rionegro/MDE) is located. A lot of national flights leave here as well. The 45 minute ride by taxi costs 70.000 COP, airport shuttles from ho(s)tels are almost the same price. If you want to save some money you can take a micro bus from the Centro Comercial San Diego or share a taxi colectivo from the same place. Some of the domestic flights leave from another airport in town.

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

2 Gedanken zu „Andes (Colombia)

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