Trekking: Paso del Viento (Huemul Trek, ARG)

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[English version below]

Ich mag Patagonien, doch mag es mich auch?

[Für alle Trekking-Liebhaber, die während der Informationssuche auf diesen Artikel gestoßen sind, hier der Hinweis: Ich beschreibe nur die ersten 1,75 Tagesetappen, da mich ein Wetterumschwung zur Rückkehr zwang. Ein Bericht zum gesamten Trek ist im nächsten Abschnitt verlinkt.]

Um 9 Uhr öffnet die Rangerstation am Ortsausgang El Chalténs gen Süden. Dort melde ich mich mit meinem Vorhaben an, meine Ausrüstung wird kontrolliert und dann geht es los. Zunächst schlängelt sich der Weg an einem Bachlauf entlang auf die erste Anhöhe. Ich fühle mich nicht besonders in Wanderstimmung, was sehr untypisch ist. Vielleicht läuft es etwas unrund, weil ich mir nach den letzten Touren keinen Tag Pause gegönnt habe. Der Grund hierfür war ein erneuter Wettercheck, der ergab, sofort los gehen zu müssen, um die wahrscheinlich besten Tage für den Huemul Trek zu erwischen. Ich bin komplett allein auf dem Weg, was mir wiederum gefällt, obwohl es leicht zu regnen beginnt. Sehr schnell wird der Niederschlag zu feinen Schneeflocken. Die frisch gezuckerten Wiesen und Bäume sehen wunderschön aus. Nun begegnen mir doch Wanderer, die schon vor mir auf dem Weg waren. Sie kehren um. Scheinbar freut sich nicht jeder so sehr über die weiße Pracht wie ich. 😉

beginning day 1
hongos
winter is coming

Über matschige Kuhweiden und durch lichte Wälder geht es stetig weiter bergauf. Mir begegnen die ersten Kühe. In Argentinien findet man die irgendwie überall. Außerdem sehe ich wieder diese lustig ausschauenden kugelrunden Baumpilze. Irgendwie fast passend zur Osterzeit. Im nächsten Waldabschnitt schließt Andrew zu mir auf. Ihm habe ich im Hostel von meinem Vorhaben erzählt und nach einigem Hin und Her entschloss er, mich zu begleiten. Gemeinsam verlassen wir schließlich den Wald und erreichen unseren höchsten Punkt des Tages. Es eröffnet sich uns ein grandiosem Blick auf eine neue Bergkette und das vom Herbstlaub bunte Tal des Río Túnel.

Río Tunel (vista al Paso del Viento)

Bevor wir das erste Camp an der Laguna Toro (auch „Laguna Túnel“) erreichen, müssen wir jedoch weitere unter Wasser stehende Wiesen durchqueren, grüßen noch mehr Kühe und genießen unser Lunch im Windschatten einiger Büsche. Die Sonne scheint wieder, doch der Wind frischt auf. Über einen Holzsteg samt helfendem Seil gelangen wir in die Ebene des Tals. Doch der Weg endet plötzlich an einem viel zu breiten Bergbach, um ihn überspringen zu können. Wir suchen nach einer Möglichkeit, ihn trockenen Fußes zu überqueren, was wohl schon einige vor uns taten. Doch die Trampelpfade verlieren sich im Dickicht und Matsch. Also erinnere ich mich an die durchaus erfolgreichen Flussquerungen auf dem Circuito Cerro Castillo, ziehe meine Schuhe aus, kremple wieder einmal die Hosenbeine nach oben und wate durchs eiskalte Gletscherwasser. Meinem entzündeten Bein scheint es sehr gut zu tun – kneippen eben. Und die Stiefel sind am anderen Ufer noch warm. 🙂

Leider verlieren wir auch auf dieser Seite erneut den Weg und wir müssen nach vergeblicher Mühe, eine Steinbrücke zu bauen, einen weiteren Wasserlauf barfuß queren. Mittlerweile windet es sehr stark und das Gehen gegen den Wind auf unebenem, steinigen Grund ist fast anstrengend. Weil wir schwanken wie Betrunkene und es manchmal einfach nicht schaffen, den Kurs zu halten, überwiegt jedoch der Spaß. Unter schallendem Gelächter finden wir zurück auf den Weg und gehen das letzte Stück im schützenden Wäldchen. Wir erreichen den Campingplatz, geschützt an einer hohen Felswand und unter großen Bäumen. Wir finden mehrere Barrikaden aus Baumstämmen und dicken Ästen vor, die vor dem starken Wind zusätzlich schützen. Da wir die ersten sind, können wir uns den besten Platz aussuchen, bauen unsere Zelte auf und genießen unser Abendessen. Wir gehen in den letzten Sonnenstrahlen ein paar Meter zum Fluss, der der Laguna Toro entspringt und finden in in einer Ecke des Camps ein kleines Rinnsal in einer Felsspalte, das wir als Frischwasserquelle nutzen können. Die einbrechende Nacht ist kalt. Das findet wohl auch die freche Maus, die sich irgendwann in mein Zelt verirrt. Dabei habe ich das Essen extra im Beutel in den Baum gehängt. Zum Glück wurde ich vorab vor den kleinen Nagern gewarnt! Irgendwie bekomme ich die Maus im Halbschlaf wieder hinaus bugsiert, schließe mein Zelt nun richtig und schlafe noch ein wenig unruhig weiter.

Der Wind ist stark in der Nacht, weswegen es mich am nächsten Morgen länger im schützenden Zelt hält, als gedacht. Doch die Tage sind lang und so mache ich mir keine Sorgen. Der Himmel sieht vielversprechend aus, also packen wir unsere Sachen und marschieren um die Laguna herum und klettern über die ersten Felsen. Nun stehen wir am Zufluss der Laguna, welcher sich durch einen schmalen Felsspalt zwängt. Dort befindet sich auch der erste Übergang per Drahtseil. (Auf der letzten Etappe des Huemul Treks gibt es eine weitere Querung im Drahtseil.) Wir haben Klettergurte, Sicherheitsseil und Karabiner bei Patagonia Hikes in El Chaltén geliehen und sind daher eigentlich bereit für eine Querung. Doch die Konstruktion sieht alt, etwas zu benutzt und nicht sehr Vertrauens erweckend aus. Der Fluss ist ein paar Meter weiter oben auch direkt zugänglich und sieht flach genug aus, ihn zu durchqueren. Andere vom Trek zurückkehrende Hostelmitbewohner taten dies bereits vor uns. Wir wählen daher diese Option. Das erneute „Kneippen“ – dieses Mal gleich ohne Hose, denn das Wasser steht kurz bis übers Knie – erfrischt sowohl Körper als auch Geist, geht mit Hilfe der Wanderstöcke problemlos und noch dazu deutlich schneller als der Drahtseilakt. Den können wir bei einer fast mit uns eintreffenden Gruppe beobachten, als wir schon längst die ersten Meter des ersten Aufstieges bewältigt haben.

crossing Río Túnel

Doch wiedereinmal ist es trotz Karten und GPS nicht ersichtlich, wie wir auf dem unmarkierten „Weg“ weitergehen sollen und so benötigen wir mehr Zeit als geplant bis zur anderen Seite des Glaciar Río Túnel, dem ersten Gletscher des Tages. Immer wieder müssen wir auf losem Sand und Geröll auf- und absteigen. Dann beginnt der lange und steile Aufstieg entlang eines reißenden Baches, der von der zweiten Gletscherzunge über eine weitere Lagune zum ersten Gletscher hinabstürzt. Dann geht es mal mehr, mal weniger steil, aber auf einem deutlich sichtbaren Trampelpfad in Richtung unseres heutigen Ziels: Dem Paso del Viento („Pass des Windes“). Wir liegen wieder gut in der Zeit und ich freue mich auf das, was ich auf der anderen Seite des Passes zu Gesicht bekommen werde: Den riesigen Glaciar Viedma.

Zweifelnd blicke ich immer wieder gen Himmel. Eine dicke, graue Wolke hat sich festgesetzt. Und das Befürchtete tritt ein: Es schneit. Nicht nur ein bisschen, sondern immer kräftiger und in dicken Flocken. Der Wind frischt wieder auf und irgendwann sehen wir nicht mehr, wohin wir eigentlich gehen. An einem Punkt kurz unterhalb des höchsten Punktes des Passes bleiben wir stehen. Der Weg ist verschwunden, man sieht nur noch ein paar Meter weit und der Wind lässt uns so nah am viel zu tiefen Abgrund zu stark schwanken, als dass es noch sicher wäre weiterzugehen. Wir kehren um, bevor wir den Weg zurück auch nicht mehr finden. Nun lerne ich die schnellen Wetterwechsel Patagoniens also von ihrer negativen Seite kennen und erfahre hautnah, warum der Paso del Viento seinen Namen trägt. Ich bin super enttäuscht und ein paar Mal kurz vor dem Umkehren, um alles zu riskieren, um den Aufstieg und die Querung doch noch zu Ende zu bringen, denn das ganze Vorhaben diente dem Zweck, das auf der anderen Seite liegende, nach der Antarktis und Grönland drittgrößte zusammenhängende Eisfeld der Welt, das Campo Hielo Patagónico Sur („südliches patagonisches Eisfeld“), zu sehen. Aber ich weiß, dass der Abstieg die richtige Entscheidung ist und so versuche ich meine neuen Wanderstöcke sicher einzusetzen, um mein Knie zu schonen und setze meinen steilen Weg bergab fort.

Immerhin erwischen wir auf dem Rückweg den richtigen Einstieg auf den Gletscher. Wir überqueren den Ausläufer der Zunge im strahlenden Sonnenschein. Der Blick zurück zeigt einen freien Pass. Ich weiß nicht, ob ich schreien oder weinen soll. Ich mag Patagonien sehr, doch nach all den Zwangspausen und Rückschlägen frage ich mich nun, ob es mich wohl auch mag?! Wir begegnen der kleinen Gruppe vom Morgen wieder. Auch sie sind umgekehrt und kämpfen mit der unmarkierten Wanderroute. Wir nehmen wieder den Weg durch den Fluss – nun wissen wir ja, was uns erwartet – und sind schneller im Camp zurück als erwartet. Das liegt auch daran, dass die halbe Fläche der Lagune trocken liegt und wir eine gewaltige Abkürzung nehmen können. Über uns reißen die Wolken vollends auf und meine Enttäuschung ist riesengroß. Hätten wir gewusst, dass es besser wird, hätten wir ausharren können und die Querung des Passes rechtzeitig geschafft. Trotzdem blicken wir auf einen spannenden zweiten Tag zurück. Wir frieren mehr als am Vortag und die Mäuse sind in der Nacht deutlich aktiver und halten mich wach. Doch immerhin verirrt sich keine mehr in mein Zelt.

Nach viel zu wenig Schlaf erwache ich früh und überlege, einen zweiten Versuch der gestrigen Etappe zu wagen. Doch mein Bein ist immer noch geschwollen und die Kräfte sind durch die vielen Kilometer und den Schlafmangel beinahe aufgebraucht. Ich entscheide mich für eine Rückkehr in die Stadt. Andrew ist darüber sehr dankbar. 😉 Nach einem Frühstück im Nieselregen – mein Zelt ist zwar klein, aber ich kann gerade so darin sitzend meinen Haferschleim genießen – brechen wir auf. Dieses Mal verlieren wir den Weg nicht aus den Augen, ersparen uns eine Flussquerung und können eine weitere sogar auf Steinen balancierend meistern, da der Wasserstand am Morgen deutlich niedriger ist als am Nachmittag. Beim Aufstieg auf die Anhöhe begegnen uns die ersten Wanderer in entgegengesetzter Richtung, später noch ein paar mehr. Die, mit denen wir sprechen, haben alle Bedenken bezüglich des Wetters. Wir wünschen ihnen von Herzen viel Glück!

An der Abzweigung zum Lomo del Pliegue Tumbado überlegen wir kurz, ob wir diesen kleineren Gipfel noch besteigen sollen, denn wir sind ohne größere Pausen durchgegangen und daher sehr zeitig dran. Doch mein Knie beginnt bereits zu schmerzen und ich habe Angst, die Entzündung im Bein zu verschlimmern, wenn ich noch mehr Höhenmeter als unbedingt notwendig absteigen muss. Also gehen wir über die schneefreien, aber trotz dünner Eisschicht nicht weniger matschigen Kuhweiden weiter gen Ausgangspunkt der Tour. Eine nette Überraschung hält der Rückweg dann noch für uns bereit. Auf Grund des Schneefalls am ersten Tag hatten wir keine Sicht ins Tal, aus dem wir aufstiegen. Doch an diesem Tag eröffnet sich uns nun der Blick auf den großen Lago Viedma und die Bergkette, die von Süden her im Osten Richtung El Chaltén führt. Sie sieht komplett anders aus, als die, die wir im Westen der Stadt tagelang vor Augen hatten. Wir erreichen gefühlt in Rekordzeit die Rangerstation, gehen zurück zum Hostel und genießen die heiße Dusche und ein Bett. Schon seltsam, dass man das auch nach nur zwei Nächten im Zelt schon tut. Ich verlasse die „Argentinische Hauptstadt des Trekkings“ am nächsten Tag ohne den so lange ersehnten Huemul Trek beendet zu haben und tröste mich mit dem Besuch und Blick auf mehrere der kleineren Gletscher, die immerhin Teil des Campo Hielo sind. Mögen die nächsten Touren wieder glücken.

 

— English version —

I like Patagonia, but does it like me as well?

[For all the trekking lovers who came to this site searching for a report of „Huemul Trek“: I am sorry, but this is just the first 1,75 stages, because I had to turn around for some weather conditions that got too dangerous.]

The ranger station at the southern end of El Chaltén opens at 9am. I sign in, my equipment is checked and I need to explain what I am up to do. At the first section the path winds uphill to a first plateau. I don’t feel in a mood to hike which is strange. Maybe it is because of not resting between the last days and that tour? But another check of the weather conditions made me leave immediately. I am alone on the trail, what I pretty much like, though it starts to rain softly. Very soon rain changes to snow and the fields are covered in a thin white layer. It looks so beautiful. The first hikers come towards me. I think they wanted to reach the lookout but turned around because of more and more snow fall. They might not be as happy about it than I am. 😉

I need to cross a very muddy meadow and I met its inhabitants – a lot of cows – in a small forest afterwards. In Argentina they are simply everywhere! I, too, spot some of those funny looking round mushrooms in the trees. Around the Easter holidays it somehow seems suitable. It continues going uphill, but easily. Andrew from the hostel joins me now and together we reach the end of the forest and the highest part of today’s stage. We overlook the valley of Río Túnel – a stunning view with mountains and glaciers in the back and the colourful trees spreading out in front of them. But before we reach the first camp at Laguna Toro (other name: “Laguna Túnel”) we need to cross some more very muddy wetlands and pass even more cows. We have our lunch hiding in some bushes because of strong winds on this side of the hills. But the sun comes out completely. We cross the first mountain stream with the help of some planks but there is none at the second and no helping stones to reach the other side with dry feet. So I remember the “Circuito Cerro Castillo” and decide to get rid of my boots and pants to wade through the ice cold water. It is supposed to be healthy and stepping back into the dry and warm hiking boots on the other side is a relief. 🙂

Sadly we loose the trail another time on this side and end facing the next stream. The wind gets stronger and we try to built a bridge with stones but we fail, the stream is too deep. Like drunken we walk along the water to look for another place to cross or find the original path, but nothing. We repeat the procedure of earlier and together it is quite fun. Laughing we make the rest of our way because the wind makes it impossible to walk in a straight line and I wonder how stupid we might look for others – but there is nobody to take a video. The campsite is protected by huge trees and a wall of rocks. Some people have built shelters with branches and trunks and being the first ones that day we can choose the best spots for our tents. We set them up, cook dinner and have a short stroll to the river pouring out of the Laguna Toro. In one corner of the camp ground we discover a tiny trickle of fresh water. The irrupting night is cold. That is what a cheeky mouse thinks as well, I guess, and so it sneaks into my tent which has not been closed properly. I was warned before and so I had hung my food into a tree away from the tent. I wonder why the mouse has come in anyways. I managed to guide it out, close the tent completely and have an unsteady rest of the night.

The wind does not stop blowing strongly and so I stay in my tent longer than I had planned before. However the day is long enough and I do not get stressed now. A blue sky makes me look forward to the very special stage we will walk today. We walk along the shores of the lagoon and climb the first rocks. A small canyon can be crossed by a zip line. But it appears old and not trustworthy. After a few minutes I decide to ignore that I have brought the harness and rope (rented at Patagonia Hike in El Chaltén) and walked a few metres upstream to cross at a shallow part. Once again I take off my boots, socks and pants and wade through the water. It is not as hard as I expected it to be and the hiking poles help a lot to keep the balance in the strong current. We are faster than the group of men who has reached the river at the same time and try to make their way over the canyon with the ropes. We watch them from above and then continue our way.

We have a hiking map and my GPS with the offline map on my smartphone but again we loose tracks. The trail is an unmarked path along the glacier and is supposed to cross it, but we cannot find a good spot to climb on it. We make our way on its side and need to climb up and down several times. It is exhausting, but less the walking on loose rocks and sand, more the searching and thinking of where to go. After following another stream and climbing up more rocks we reach the second lagoon. Between two glaciers and with all that water it is nothing but impressing and we are happy to be able to follow an obvious path up to the pass now. The Paso del Viento (“Pass of the Wind”) stretches out in front of us and we are back in time. I wonder what the other side with the giant Glaciar Viedma will look like.

While we continue walking uphill I look up to the sky quizzically. A thick, dark grey cloud has appeared and hides all the summits and the pass. And than it starts to snow heavily. In a few minutes we cannot see the path anymore and nothing more around us. The wind intensifies a lot and we come to a halt. It is impossible to go on and soon we won’t be able to see where we have come from. After a moment of struggling with my deepest wish to reach the highest point and see the ice fields on the other side (it is part of the Campo del Hielo Sur, the Chilean inland ice and third biggest ice fields in the world after Greenland and Antarctica) and the knowledge about dangerous situations in high altitude. And so I decide to turn around and walk back down into the valley. Andrew seems to be very relieved. The path is steep and I really need to use the hiking poles again because of my still aching knee, but we make it save to the first glacier. We find the correct spot to climb it, cross it carefully – it is the end of summer and for that a lot of cracks and melting ice can be very dangerous – and meet the group from the camp who has turned around as well and end. They seem to be kind of lost and somehow inexperienced in mountaineering. We show them the way and cross the river with naked legs at the shallow part again. The rest of the way back to the camp is easy and we finish it fast. The look back to Paso del Viento offers a nice view of perfect blue sky. Bloody hell, we could have made it waiting there for the snow fall to stop. I am disappointed and frustrated although I know it has been the right decision to turn around and go back. I am even colder than the day before, eat my dinner and go to bed. The mice are super active that night and I can hardly sleep.

I wake up terribly tired, the inflamed leg I have for more than a week is still swollen and looking up into the grey, windy sky I decide to go back to town instead of trying another time to cross the pass. Andrew feels the same and joins me. After breakfast in light rain we pack up the backpacks and start the way back. We don’t loose the path this time and are happy to reach the stream without bridge early enough in the day to cross it using some stones to jump from one to another because of its water level being a lot lower than two days ago. Walking up the hills we meet the first hikers coming towards us, later more. They have doubts because of the climate and so we wish them best luck for the weather conditions. It is still early and so we think of hiking um to the lookout on the small summit of Lomo del Pliegue Tumbado. But there would be nothing more to see than we already have and our legs are tired from hiking fast. We follow the trail back to the ranger station, crossing the wetlands with a thin layer of ice this time. Suddenly we get surprised by the huge Lago Viedma and another mountain range stretching out to the south we can see in the background. On the first day we could not see it because of the snow fall.

After a hot shower, fresh clothes and a comfy bed I forget to be disappointed and I leave the “Argentinean capital of trekking” the very next day without finishing the longed-for Huemul Trek. At least I have seen a lot of the smaller glaciers that belong to the inland ice field over the last few weeks and there will be opportunities to see more.

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

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