Región Aysén – Carretera Austral part 2 (Chile)

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Auf dem Rückweg klärten wir dann noch, wie wir am nächsten Tag nach Futaleufú weiterkommen würden. Und tatsächlich war am Büro eines Busunternehmens beim dritten Anlauf auch jemand da. Nach einem gemütlichen Frühstück und dem Einsammeln der überall zum Trocknen ausgelegten Kleidungsstücke ging es um 12 Uhr direkt los (2.200 CLP). Unterwegs zeigte sich sogar die Sonne und ließ die Seen türkisblau schimmern. Wir fuhren in Täler, die sehr an die Alpen erinnern mit grünen Wiesen und vielen Kühen. Wir passierten dabei auch das im Dezember durch einen gewaltigen Erdrutsch zerstörte Villa Santa Lucía. Die Straße ist erst seit wenigen Tagen wieder passierbar, doch den Anblick, den die Spur der Verwüstung noch heute bietet, werde ich so schnell nicht vergessen. Lustig hingegen war meine Begegnung an einer Straßenbaustelle, an der der Bus halten musste. Ich sprang kurzer Hand hinaus und fragte, ob ich das Baustellenklo benutzen darf. Kommentarlos wurde mir das Klopapier gereicht. 😉 Nach kurzem WiFi-Nutzen und Busabfahrtszeiten-Checken an der Touristeninformation in Futaleufú stapften wir mit unserem Gepäck zur zwei Kilometer außerhalb des Dorfes liegenden Pension. Sie war deutlich preiswerter und wie sich bei der Ankunft herausstellte ein kleines Paradies. Eine Hand voll junger Kätzchen und äußerst hübsche Gänse begrüßten uns am Tor, während die Kühe den Hühnerküken hinterherschauten. Wir bekamen Obst und Gemüse aus eigenem Anbau, um uns auf dem Ofen spanische Tortilla zu machen und am nächsten Morgen Frühstück mit frisch gebackenem Brot und Mirabellenmarmelade der Ernte vom Vortag. Einziger Wehrmutstropfen: Das gute Wetter hielt nicht lange an und so ging ich weder zum Lago Espolón wandern noch raften (mit 50.000 CLP eh zu teuer), sondern schloss mich einem Pärchen an, die anboten, mich mit dem Mietwagen zurück zur Carretera Austral zu bringen.

Hannes verließ hier Chile mit dem Bus gen Argentinien (täglich zweimal möglich) und Bertrand schloss sich mir für den Weg gen Süden an. Unterwegs entschieden Asaf und Israela dann spontan, nach Süden abzubiegen und so war ich, schneller als ich schauen konnte, an dem Ort, an dem ich hoffte, an diesem Tag durch Trampen irgendwie anzukommen.Busse gen Süden fahren direkt aus Futa nur einmal die Woche und dafür hätte ich ganze sechs Tage warten müssen. Puyuhuapi ist ein kleines Dörfchen am nördlichen Ufer eines Fjords, mit Holzhäuschen, Supermarkt, Unterkünften und Restaurants. Nachdem wir die wenigen Sonnenstrahlen des Tages in einer Regenpause mit Mate-Tee auf dem Bootsanleger genossen, war ich in Chile zum ersten Mal auswärts essen. Fisch und Gemüse waren ganz nach meinem Geschmack und der Einfluss der deutschen Auswanderer nach den beiden Weltkriegen ist in Form von Obst-/Streuselkuchen auch zu genießen. 🙂

Wir wollten am nächsten Tag eigentlich mit Fahrrädern losziehen, um unabhängig zu sein, doch die zwei einzigen verfügbaren Mieträder erschienen nicht fähig, 50km zurückzulegen. Also wieder zurück zum Trampen und wieder hatten wir Glück. Keine zehn Minuten an der Carretera Austral, schon hielt jemand an und fuhr uns zusammen mit drei anderen für 2.000 CLP in den Parque Nacional de Queulat (5.000 CLP*), wo er uns überpünktlich 4 Stunden später wieder abholte, um uns zurückzubringen. Dazwischen trotzten wir dem Dauerregen und erklommen auf einem 3,5km langen Weg einen Aussichtspunkt, um den Ventisquero Colgante – den hängenden Gletscher – mit seinen Wasserfällen zu bewundern. Den Regen vergaßen wir dabei fast, indem wir das alte Spiel aus Kindertagen praktizierten: Der Boden ist Lava! In unserem Fall eine dicke, nasse Matschschicht, weswegen wir die gesamte Strecke von Stein zu Stein hüpften. Ein zweiter kurzer Weg führte später noch zum See, von wo aus man auch mit dem Boot näher an die Felswand mit hellblauer Gletscherzunge gelangen kann (ab 4 Pers., 5.000 CLP p.P.). Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Termas Ventisqueros (völlig übertriebene 18.000 CLP bis Ostern, danach 16.000/im Winter 13.000), drei 35-40°C heiße Pools im Freien mit Blick auf den Fjord und heute einer Gruppe Delfine. Den Seeotter habe ich – wie in Kanada – wohl knapp verpasst.

*Einheimische bezahlen in allen Parks generell die Hälfte oder zumindest deutlich weniger. Dieses Mal habe ich nachgefragt, warum das so ist, und erfahren, dass die Differenz vom Staat subventioniert ist.

Am nächsten Morgen roch es nach Winter. Die Gipfel ringsum waren weiß vom Neuschnee und aus den Kaminen der Häuser stieg der Rauch der Öfen. Wir hatten erneut Glück und nach ein paar Minuten zurück an der Carretera hielt ein chilenisches Paar mit Pickup-Truck, auf dessen Ladefläche wir uns dann mit unseren Rucksäcken bequem machten. Das Wetter spielte mit, die Wolken hielten dicht und ab und an schaute sogar die Sonne heraus. Daher war es zwar frisch vom Fahrtwind, aber wann hat man schon einmal Ringsumsicht beim Autofahren und dann auch noch in einer atemberaubenden Kulisse?! Zwischendurch legten wir sogar eine Teepause ein und gingen ein paar Schritte zum Wasserfall Cascada El Cóndor. Nachdem wir für diese Strecke kein Busticket mehr erhielten (Die muss man am Vortag morgens im kleinen Supermarkt an der Bushaltestelle in Puyuhuapi ersteigern.), fuhren wir den zweiten Teil bis Coyhaique mit einem kleinen Touristenbus, der uns noch ein paar Chilenos kostete. Die Landschaft veränderte sich nun erneut: Die Täler wurden weiter, das gelbe Gras der Pampa bestimmte das Bild. Außerdem regnete es von nun an deutlich weniger.

Coyhaique selbst nutzten wir dann zum Schlafen, Essen, Wäschewaschen und vor allem Einkaufen für die kommenden Tage, denn hier gibt es einen großen Supermarkt, in dem es alles gibt und das auch noch deutlich preiswerter als in den kleinen Minimärkten der Dörfer entlang der Carretera. Außerdem gibt es hier nochmal einen Doite Outdoorladen und Restaurants mit internationaler Küche. An Unterkünften aller Preis- und Qualitätsklassen mangelt es ebenfalls nicht. Die Busse gen Süden verlassen das Terminal morgens um 8 Uhr. Die haben wir alle samt verpasst und so liefen wir ein ganzes Stück ans andere Ende der Stadt, um wieder einmal zu trampen. Dieses Mal mussten wir warten. Aber die Sonne scheinte und es lohnte sich, denn die nachfolgenden drei Gefährte mit deren Insassen bis Villa Cerro Castillo bescherten uns viel Lachen, viele Informationen und das Absetzen vor der Tür der gewünschten Unterkunft. Nach einer schlechten heißen Schokolade im Fettgestank eines der überteuerten Restaurants im Dorf und dem Einholen der nötigen Informationen für die Wandertour durch den Nationalpark Cerro Castillo packten wir die Rucksäcke mit all unserem Proviant und vielen Kleidungsschichten und holten uns den nötigen Schlaf. Die nächsten drei Tage verbrachten wir auf dem Circuito Cerro Castillo, staunten über die Landschaft und verbrachten die Nächte leicht frierend in der idyllischen Einsamkeit der Berge. Nachzulesen gibt‘s das alles hier.

Nach dem Trekking ist vor dem Trekking und so begab ich mich weiter in Richtung Süden. Mittlerweile war eine Woche an der Carretera bereits vergangen, doch dieses Mal klappte das Trampen nicht. Nach zwei Stunden des Wartens hielt dann ein Bus aus Coyhaique kommend und nahm uns für 5.000 CLP mit nach Puerto Río Tranquilo. Die Straße war so holprig, dass meine Blase keine Stunde durchhielt und ich kurzer Hand hinter dem Bus verschwinden musste. Doch das langsame Vorankommen ermöglicht auch ausgiebiges Landschaft-Genießen. Die Seen in diesem Teil Patagoniens sind so türkis, wie ich es aus den Rocky Mountains in Erinnerung habe. Puerto Río Tranquilo liegt am zweitgrößten See Südamerikas, dem Lago Gral Carrera, den sich Chile und Argentinien teilen. (Nur der Titicaca-See ist größer.) Hier kann man dreierlei Dinge unternehmen, die von zahlreichen Agenturen in ihren Buden zwischen Hauptstraße und Seeufer angeboten werden. Das absolute Highlight, mit 160.000 CLP aber viel zu teuer, ist der Tagesausflug per Bus und Boot in die Laguna San Rafael, um dann Whiskey auf Gletschereis zu schlürfen. Bei vielen beliebt ist eine Kombination (90.000 CLP) aus einem Tag gemütliche Wanderung zum und auf den Gletscher Exploradores, der Teil des nördlichen Eisfeldes ist, und der dreistündigen Kayaktour zu den Marmorhöhlen im See etwas südlich der Stadt. Die Gletschertour lohnt sich, wenn man erste Erfahrungen mit Steigeisen und Gletschereis sammeln möchte. Außerdem kann man bei gutem Wetter den mit seinen rund 4.000m höchsten Berg chilenisch Patagoniens, den Monte San Valentín, bestaunen. Als passionierter Wanderer, Bergsteiger und/oder bereits Gletschererfahrener ist der Preis von 70.000 CLP (jährlich steigend!) völlig überteuert. Die Kayaktour (3.000 CLP) ist schön und spaßig, denn man kommt den Kalksteinformationen sehr nahe, paddelt durch Tunnel und hat vom See aus einen zauberhaften Blick auf die Bergkulissen. Wir wurden dabei auch noch von der Marine überrascht, die die Boote kontrollierte (Die „faule“ Variante ist es, sich mit einem kleinen Boot zu den „Marble Caves“ bringen zu lassen.). Ich kann die Agentur 99% Aventura empfehlen, da sie mit guten Guides und Equipement arbeitet. Was ich nicht empfehle ist die Hospedaje Melita, denn die Besitzerin machte absolut nicht den Eindruck, als hätte sie Lust auf Touristen, das Zimmer war so klein, dass die Türe nicht einmal ganz zu öffnen war, außerdem war es eisig kalt und das Frühstück, für das ich extra bezahlte, bekam ich nicht zur vereinbarten Uhrzeit und war den Preis nicht Wert. Das Selbe gilt wohl für die Hospedaje Don Kicho, doch andere Unterkünfte sind sehr teuer, also endet mal wohl oder übel in einer der beiden. Sehr lecker sind die Waffeln im Foodtruck einer Französin und helfen maßgeblich, den Durchhänger zu überwinden.

Wieder mit dem Bus – er stand gerade da und der Fahrer wartete auf mich, bis ich das Gepäck geholt hatte – ging es nach Cochrane. Unterwegs hielt er sogar kurz an, um auf die Stromschnellen am Río Baker blicken zu können. Die türkise Farbe ist sehr beeindruckend. Sie wechselte am Río Cochrane dann in tiefes Blau. Das Gletscherwasser, das die Flüsse hier transportieren, ist so klar und lecker, dass es eine wahre Freude ist, an Flüssen entlangzuwandern. Das tat ich dann auch gleich am nächsten Tag im Reserva Nacional Tamango. Dazu geht man drei bis vier Kilometer aus der Stadt hinaus (oder nimmt ein Taxi) und hat dann mehrere Möglichkeiten bezüglich der Höhe und Länge der Wanderwege. Ich entschied mich für eine Rundwanderweg am Fluss und Seeufer entlang, mit stetem Auf und Ab und dem Wechsel aus Felsen und Wald mit netten Unterbrechungen, um auf den Fluss oder See zu blicken. Auf einem Weg 500m höher ging ich zurück und verließ das Reservat – leider ohne die Huemules zu sehen – auf einem Forstweg zurück in Richtung Stadt. Mein Knie, das in Perú schon einmal Probleme bereitete, schmerzte irgendwann so sehr, dass ich befürchtete, nicht anzukommen. Dick und bewegungsunfähig ließ es mich den darauffolgenden Tag in der Unterkunft verbringen. Mal im Bett mit Netflix, dann wieder auf dem Sofa neben dem Holzofen und mit Laptop auf dem Schoß. Wenigstens hatte ich so Zeit – und endlich mal wieder gutes WiFi – um nach Hause zu telefonieren. Aber meine Sorge bleibt, ob ich so die geplanten Trekking-Touren antreten kann… Bleibt man länger – und fit – in Cochrane, kann man sich bei Al Sur del Sur Mountainbikes ausleihen oder eines der Tourangebote wahrnehmen. Ich hatte Lust noch einmal Kayaken zu gehen, doch leider gibt es in der Nebensaison nicht mehr täglich die Möglichkeit. Also zog ich weiter.

Trampend verließ ich Cochrane an einem sonnigen Tag. Unterwegs begegneten mir eine Menge Adler und ein Stinktier. Nach einer Stunde wechselte ich auf einen gerade bereitstehenden Bus in Richtung Tortel. Und auch dieses Mal hielt der Busfahrer wieder an einem Aussichtspunkt, um die Passagiere kurz ein paar Fotos schießen lassen zu können. Außerdem erklärte er ein paar Dinge zur Landschaft und den Menschen, was ich jedoch im hinteren Teil des Kleinbusses nicht verstehen konnte. In Tortel angekommen, war das Wetter zwar immer noch wunderschön, aber alles Andere irgendwie unzufriedenstellend. Das Dorf besteht komplett aus Holz. Die Häuser, die Stege, die alles miteinander verbinden, und einige Aussichtsterrassen mit Blick auf den türkisfarbenen Fjord. Ich glaube, dass hier alles einmal super idyllisch war, als das Dorf nur vom Wasser aus erreichbar war, doch vom speziellen Charme des Ortes habe ich nichts mehr wahrgenommen. Also lief ich einmal ans hintere Ende des beschränkten Wegenetzes und wieder zurück, um noch am selben Tag einen Bus samt kostenfreier Fähre (Puerto Yungay – Barcaza Río Bravo) nach O‘Higgins zu erwischen. Hier wurde mir von Hannes die Unterkunft El Mosco empfohlen, in der man ein Bett im Dorm (Mit 9.000 CLP die vielleicht billigste Unterkunft der Carretera.) bekommen oder im Hof zelten kann (6.000 CLP). Die Küche ist warm und gut ausgestattet und so kann man hier gemütlich auf das nächste Schiff warten (38.000 CLP). Das besondere am Ort ist nämlich, dass ich mit dem Erreichen dessen, auch am Ende der Carretera Austral angelangt bin. In 16 Tagen hat es also geklappt und nun steht der erste Grenzübergang nach Argentinien an, wobei Tag 17 – fleißiges Fotos-Sortieren und eine kleine Radtour am Río Mayer entlang zum Lago Cisnes – und wahrscheinlich auch 18 dafür nötig sind, bis ich über den See komme. Die Abfahrtszeiten sind vom Monat und Wetter (meist sehr starker Wind auf dem großen See) abhängig.

 

— English version —

After the breakfast and the search for all the clothes we hung to dry we drove from Chaitén to Futaleufú (2.000 CLP, 12pm, D&P Transporte). The sun came out and so the lakes shone in perfect blue and green. We drove into a beautiful valley which somehow reminded me of the German Allgäu and the Alpes – green meadows, cows, wooden huts. But we also came by the place where in December a huge landslide almost destroyed Villa Santa Lucía. The Carretera re-opened just a few days ago and it will take another while until everything is fixed and nice again. I had a very funny situation as well as I needed to pee. I asked a worker in the road where we had to stop because of construction works, if I can use the worker‘s toilet and he, without answering, just gave me his roll of toilet paper. 😉 After short use of WiFi and checking the options at the tourist information office in Futaleufú we walked almost 2km to our accommodation. It was a lovely place with animals, fruits and vegetables and with a nice view. We could buy organic food directly from the hosts and cook on the old oven. We had homemade jam for breakfast and they even drove Hannes into town to catch a bus to Argentina. Because of heavy rain I didn‘t do any rafting – that‘s the place for in Chile! – or hiking (I first wanted to go to Lake Espolón.) and left with Betrand in the tiny car of a couple we met for the second time in the accommodation. They spontaneously decided to go south as well as the sun came out again and so I ended up driving all the way down to Puyuhuapi in one go. Buses leave just once a week (and that was Sunday, the day before).

Puyuhuapi is really cute with its wooden houses on the shore of the fjord. We enjoyed a few minutes with sun on the pier, drank Mate and went to a restaurant for dinner where we got „kuchen“ (German cake). In that case I am glad that lots of people moved to Chile after the two World Wars. For the next day we planned to visit the „hanging glacier“, Ventisquero Colgante by bike. But the only two available ones didn‘t seem to be in good enough condition to manage 50km. So we hitch-hiked to the Parque Nacional de Queulat (5.000 CLP*), walked the 3,5km to the view point which was very very muddy and had another short walk to the lake. There is the opportunity to cruise it by boat if there are 4 people or more (5.000 CLP p.p.). In heavy rain we drove back and had a stop at the Termas Ventisqueros, the hot springs (18.000 CLP). It was pretty much overpriced for what you get (no changing rooms, dirty showers and toilets, but towel and lockers) but you‘re allowed to stay as long as you wish and there is even some stairs into the fjord where dolphins passed by.

*locals pay just 3.000 CLP in every national park. That‘s because of the government paying subventions on the park fees.

The very next morning I smelled winter. The summits were white of the night‘s snowfall and the burning wood in the house‘s ovens made the rest. If you want to go south (to Coyhaique) by bus you need to buy your ticket the day before in the morning in the small supermarket at the bus station in Puyuhuapi. We missed on that. But we were lucky again and got a lift with a Chilean couple inviting us to come with them to Puerto Cisnes and offered us coffee and cookies. We even stoped at the Cascada El Cóndor and had superb views from the back of their 4×4. But we wanted to go directly to Villa Cerro Castillo to be on the trek when weather conditions were the best so we took a bus to Coyhaique where we spent an afternoon buying all the stuff for the trek and sleeping one night after dinner at Chilenko. The next day we hitch-hiked to Villa Cerro Castillo which took as a little bit longer than the days before and needed three different cars this time. But it was fun an helpful because we ended up in exactly the accommodation we wanted to go to. After a bad hot chocolate in a worse smelling restaurant in town we got some information about the national park, the trek, the weather and buses running in each direction from the tourist office. And then we needed to pack our backpacks for a three to four day trek in the mountains. In the end we walked a longer distance the first day and needed just two nights camping in the freezing cold nights. My article about the Circuito Cerro Castillo can be found here.

After the trekking is before the next. And for that I drove further south on the Carretera Austral. The first week went super well, but now I needed to wait in the rain and no car could take me. After two hours I jumped into a bus to Puerto Río Tranquilo (5.000 CLP). The street was so bumpy that I felt like my bladder would explode after just one hour. But the slowly drive offered an intensive watching of nature. This part of Patagonia‘s lakes are so turquoise as I kept in memory from the ones in the Rocky Mountains. Puerto Río Tranquilo lies on the shores of South America‘s second largest lake (after Lake Titicaca), the Lago Gral Carrera, which is shared by Chile and Argentina. There are some activities for the area. First and most expensive is a day trip via bus and boat to the Laguna San Rafael where you get a glass of whiskey with glacier ice (160.000 CLP). The as well overpriced but „better“ options is the day trip Glacier Exploradores (70.000 CLP, rising every year) and the three hour kayak tour to the Marble Caves (3.000 CLP). Visiting the glacier is worth it as first time experience with walking on a glacier or with crampons. If the weather conditions are good you can see the highest mountain of Chilean Patagonia, the Monte San Valentín. But for hikers, climbers and people who‘ve already visited other glaciers, it‘s better to skip that walk. Staying on the lake in kayaks was quite fun and very interesting because of the opportunity to paddle under the stone formations in the water. Viewing the mountains all around the lake is the beautiful extra that day. For the combination of both tours I can recommend 99% Aventura. They have nice guides who explain a lot and are well equipped. No recommendation gets the Hospedaje Melita. It was too small, too cold and the breakfast I paid for in advance was almost too late and crap. But the same is said about the other cheap accommodation Hospedaje Don Kicho. Others are too expensive, so one need to live with angry old ladies. The delicious waffles at the food truck of a French woman helped to forget and get over the travel hangover. 😉

Another bus – it appeared to have lunch break in town when I passed and the driver waited for me to get my luggage – brought me to Cochrane. We had a short halt at a view point to see some impressive rapids at Río Baker. The turquoise colour changed at Río and Lago Cochrane into deepest blue. But the water is so cristal clear that everything is visible. Besides it is delicious. So I caught the opportunity and hiked along the river and lake in the Reserva Nacional Tamango the very next day. It is about three or four kilometres to walk out of town (taxis available, too) and offers a lot of trails to combine depending on the time one has. I decided to do a loop on the shores and in the heights. Sadly I didn‘t see any huemules (deer). My knee that caused me problems in Peru first, hurt so much that I thought I cannot walk back to town. But I made it. The day after I spent in the accommodation in bed watching Netflix or next to the fireplace writing and learning. The first good WiFi after weeks made me talk on the phone as well. So the lazy day had its good sides. But I‘m still afraid of how I will be unable to hike, because there are lots of treks I wanted to do the following weeks. If you stay longer in Cochrane you can rent a mountain bike or do several kayak, rafting or glacier tours. Al Sur del Sur is you agency for all of that. But in low season they don‘t run the tours every day. That‘s the reason why I left without doing one…

Hitch-hiking is fun on a sunny day and on the road I met a bunch of eagles and a skunk. After an hour I jumped into a bus to Tortel. This time again the driver stopped at some viewpoint for the passangers to take some pictures. He also explained a lot about landscape and people living in the area but in the back of the bus I could not understand anything. The weather has still been nice in Tortel but I didn‘t like it much. Everything is made of wood, the houses and the paths linking them. It has been not long ago when the town was completely isolated, just able to reach by sea. But the charming times have passed away. And so I left with another bus and the free ferry from Puerto Yungay to Barcaza Río Bravo direction O‘Higgins. Hannes recommended El Mosco to stay at. They offer beds in dorms (9.000 CLP) and camping (6.000 CLP). The cozy warm kitchen makes the rest to feel comfy to stay until it takes for the next boat to leave (38.000 CLP). The special thing for me: I reached the end of Carretera Austral in that small town and will start the next adventure crossing the boarder to Argentina by foot in a one to two day hike. For that I needed day 17 (busy day with learning Spanisch, preparing pictures for the website and a small bike tour following Río Mayer to Lago Cisnes) and probably 18 as well, because of the irregular schedules across the lake (too strong winds most of the days).

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

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