#5

An Oma senden
Zum fünfmonatigen Reisen gab es für mich auch ein anderes Jubiläum, das ich nun zum Anlass nehme, einmal zurückzublicken.

Ich weiß nicht mehr viel von meinem ersten Lebensjahrzehnt, doch ich wurde mit viel Liebe und Unterstützung erzogen und habe unglaublich viel von meiner Familie gelernt, wofür ich unendlich dankbar bin. Als Teenager war schon ganz schön was los, aber überwiegend lebensbestimmend waren neben der Schule mein Sport und meine Musik. Ich hatte Aufgaben, es gab Hindernisse und Tiefschläge, aber immer wieder auch Erfolge und so wurde ich zu einem selbstständigen jungen Menschen. Meinen 20. Geburtstag verbrachte ich dann in Irland, wo ich nach dem Abi eine Weile gelebt habe. Es folgte das Studium, das Ref und der Start ins Berufsleben, der Auszug von zu Hause, das Leben in einer WG und der Umzug in die erste eigene Wohnung, die dann zur Päarchen-WG wurde. Es haben sich Freundschaften gefestigt, neue gebildet und andere gingen auf dem Weg verloren. Ich habe neue Orte bereist, mit (dem Anbau von) Essen experimentiert, die Sportvereine irgendwann gegen das Fitnessstudio getauscht und das Orchester gegen eine zweite Band. Mein Wunsch nach Ruhe und Entspannung wuchs mit zunehmenden Lehrjahren und doch hörte ich nicht auf, mich neuen Herausforderungen (z.B. Flüchtlingsarbeit) zu stellen und begab mich in mein Abenteuer – diese Reise. Und nun ist dieses unglaublich tolle Jahrzehnt vorüber und ich bin gespannt, was das nächste für mich bereithält. Dabei dachte ich freudig: „Hallo 30!“, doch am allerersten Tag gleich… BÄM! Schlag in die Magengrube.

Five months of traveling is not the only anniversary I celebrate and it‘s time to think back a little.

I don‘t remember much about my first decade of life, but I was raised with lots of love and support and I learned so much from my family that I will be thankful forever. As a teenager I learned the hard sides of life as much as the lucky and successful ones. Besides school I first of all had my sports and music which made me grow. My 20st birthday I spent in Ireland where I‘ve been living after graduating school. After that I studied and became a teacher. I moved out, lived in a shared flat and had my first appartement by myself which later became our actual home. Friendships grew and consolidated, I made new friends and lost older ones. I visited new places, changed from sports clubs to a regular gym and from playing in an orchestra to having a second band. With each year of teaching I needed more peace and silence but I never stopped to accept new challenges (p.e. working with refugees) and went on my adventure – this journey. This decade has passend now and I wonder what will be next. And so I thought happily: „Hello 30!“, but the very first day… BAM! In your face.

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

2 Gedanken zu „#5

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