El Salvador & Honduras

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Meine Reisegeschwindigkeit hat sich deutlich erhöht. Das liegt daran, dass ich Ende Januar einen Flug gebucht habe und meinen zweiten Besuch aus der Heimat bekomme. Hier folgen nun also in aller Kürze meine Erfahrungen mit der Reise von Guatemala nach Nicaragua.

Da Honduras und El Salvador nicht gerade sichere und einfache Reiseländer sind, entschied ich mich für ein privates Shuttle, um von Antigua in Guatemala nach León in Nicaragua zu gelangen. Die Alternative ist das Fliegen, doch die ist auch mindestens fünfmal so teuer. Mit Roneey Shuttle Service dauert die Fahrt ca. 15 Stunden und kostet 50 USD (mehr bei Unterbrechung in El Tunco, El Salvador). Ronald reagiert fast immer unmittelbar auf WhatsApp (Sprach-) Nachrichten in Spanisch und Englisch (+50433136948). Die Shuttles sind recht neue Kleinbusse mit Klimaanlage, verstellbaren Sitzen und Nackenkissen inklusive. Abgeholt und abgeliefert wird man am jeweiligen Hostel. Über die Bigfoot Hostels kann auch gebucht und bezahlt werden. Außerdem bietet er noch weitere Shuttles zwischen verschiedenen zentralamerikanischen Städten an.

Nun zu den Grenzen: Bei der Ausreise aus Guatemala bekommt man einen kleinen Zettel in den Pass, den man ein paar Meter weiter den Behörden El Salvadors wieder abgeben muss. Man bekommt hier keinen Einreisestempel. Dafür wird dann auch keine Gebühr fällig. Die Währung El Salvadors sind US-Dollar. Auch wenn man keinen Zwischenstopp in El Tunco einlegt, was mit Roneey Shuttle möglich ist und sich für ein bis zwei Tage auch anbietet, weil der Strand schön und das Essen im Dorf gut ist (vorab Bett reservieren!), ist es ratsam einige USD abzuheben, denn die benötigt man für die nächsten Grenzen.

Honduras verlangt bei der Einreise 3 USD und erfasst neben dem Pass auch die Fingerabdrücke. Einen Stempel gibt es per Computerdruck, sehr ungewöhnlich. Bei der Ausreise gibt es dann einen zweiten. Nicaragua verzichtet auf den Stempel, verlangt aber 14 USD beim Kontrollieren des Reisepasses.

Warum beschreibe ich das so genau? Zum Einen wird keine andere Währung akzeptiert als US-Dollar (An den Grenzen kann jedoch – zumindest tagsüber – getauscht werden.), zum Anderen habe ich erfahren, wie wichtig es ist, dass die Ein- und Ausreisebedingungen erfüllt sind. Wir steckten nämlich zwischen den beiden gefährlichsten Ländern Zentralamerikas fest, weil im Pass eines Mitreisenden die Anzahl der Tage, die er in Zentralamerika bleiben darf (Touristenvisum) nicht eingetragen war. Die guatemaltekischen Grenzbeamten haben das bei der Einreise aus Mexiko versäumt, die Beamten El Salvadors haben es bei der Ausreise bemerkt und ihn durchgelassen, doch die Grenzbeamten von Honduras kannten keine Gnade. Er muss nun zurück an die mexikanisch-guatemaltekische Grenze fahren, um das zu korrigieren. Denn für ganz Zentralamerika gelten die (meist) 90 Tage Aufenthaltsgenehmigung ohne Visum, die beim Betreten eines der Mitgliedstaaten (ausgenommen Belize und Südmexiko) anbrechen. Von nun an werde ich meine Stempel und Zettelchen also dreifach kontrollieren.

Was kann ich von etwas mehr als 24 Stunden in El Salvador und der Fahrt entlang der Pazifikküste Honduras‘ sonst berichten? Die Menschen, die mir begegneten waren freundlich, die Straßen El Salvadors waren gut, die in Honduras nicht. Dafür gibt es dort jede Menge riesige Kreisverkehre und einige Polizeikontrollen, an denen wir anhalten mussten. Die Grenzposten sehen sehr verwahrlost bis traurig aus. Dennoch spielten Kinder im Grenzgebäude zu Honduras Fußball. Es wirkte daher sehr surreal und nach dieser Fahrt war ich sehr erleichtert, als wir mit unglaublicher Verspätung in León ankamen.

 

— English version —

I fastened my travel pace a little because I‘ve already booked a flight for the end of January to welcome Felix for the second time during my journey. Here are my experiences with crossing some boarders in Central America.

Due to the fact that Honduras and El Salvador both are not really save to travel at the moment, I decided to take a private Shuttle from Antigua in Guatemala to Léon in Nicaragua. Another option would have been to fly over the countries, but that is at least five times the price to the shuttles. With Roneey Shuttle Service it is about 15 hours for 50 USD (a little bit more if you interrupt the journey in El Tunco, El Salvador). Ronald writes back immediately if you contact him via WhatsApp or Facebook (+50433136948). The shuttles are new small buses with A/C, comfy seats and pillows. You can book directly with Ronald or with the Bigfoot Hostels. There are some other destinations the shuttles run to.

Let‘s talk about the boarder: When exiting Guatemala you get your stamp and a small piece of paper which you need to give the officials of El Salvador. You don‘t receive any stamp here and you don‘t need to pay anything. El Salvador‘s currency is US-Dollar. Even if you do not spend any time in El Salvador (El Tunco is quite nice and the beach is worth it to spend a day there but make sure to book in advance.) it is good to get some USD because you need them for crossing the next boarders.

Honduras charges 3 USD to enter and besides checking the passport they also take your fingerprints. You get an entry and exit stamp into your passport. Nicaragua doesn‘t give you any but charges 14 USD while checking on you.

Why do I give such detailed information? Well, that‘s because we were stuck between the both most dangerous countries of Central America due to a missing number of days in one of the passengers passport. The officials at the Mexican-Guatemaltecan boarder missed to write the days of the tourist‘s visa into the passport, El Salvador recognized while exiting and let him pass but Honduras sent him back to where he came from. Excluding Belize and Mexico the (usually) 90 days you‘re allowed to stay in the country count for every Central American nation. From now on I will double check my stamps and papers for sure.

Besides that I can give just a few information or more impressions of passing through. The people I met were very friendly, the streets in El Salvador very good and in Honduras very bad. But there are lots of huge roundabouts and some police controls where we had to stop. The checkpoints at the boarders all appeared very run down and somehow sad. Though there were some kids playing football in the entrance hall of Honduras. It seemed quite surreal and in the end I was glad to arrive safely (and very much delayed) in León.

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

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