Puebla & Veracruz (México)

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Puebla war meine zweite Stadt in Mexiko und ich mochte sie sehr, denn die Gebäude des Zentrums sind wunderschön. Ich wanderte stundenlang durch die Straßen, besuchte alte Kirchen – davon gibt es hier unzählige – und Gebäude, Plätze sowie Märkte. Außerdem gibt es einen Park (Teleférico) mit Seilbahn und wunderbarem Blick über die Stadt und auf den Vulkan Popocatépetl, wenn es klar ist. Mit den alle 5 Minuten fahrenden Bussen kann man längere Strecken überbrücken und natürlich findet man überall total leckeres Essen. Zum Teil auch Spezialitäten, die es nur hier gibt. Am bekanntesten ist die Mole Poblana, eine Soße aus Schokolade und Chilis. Ich hatte sie klassisch zu Enchiladas. Außerdem bekam ich noch die Gelegenheit frisch auf dem Markt zubereitete Cemita zu probieren. Das ist ein riesiges Brötchen, gefüllt mit dünnem Schnitzeln und Schinken, viel Avocado, Zwiebeln, dem typischen weißem Käse, Kräutern und roter Salsa. Es sieht eigentlich aus wie ein riesen Burger und war sehr lecker.

Einen halben Tag sollte man unbedingt auch in Cholula verbringen und am besten mit dem Ausgehen am Abend verbinden. Dort gibt es neben unzähligen Bars und Cafés auch eine Universität und eine Pyramide, die unter einem Hügel begraben und mit einer Kirche bebaut ist. Eine sehr spannende Story… Leider konnte ich den Hügel nicht besteigen, weil das sich kürzlich ereignete sehr starke Erdbeben (Ihr habt davon in den Nachrichten aus Mexiko-Stadt sicher etwas mitbekommen) zu Reparaturarbeiten an der Kirche führte. Es gibt auch nur noch einen sehr kurzen Tunnel von max. 10 Minuten Gehzeit unter der Pyramide hindurch. Der Rest der bis vor Kurzem noch zu besichtigenden Katakomben ist nicht mehr zugänglich. Ein Besuch Cholulas lohnt sich trotzdem. Ich konnte zum Beispiel eine leckere Quesadilla auf dem Zócalo genießen und später in der Sonne noch ein Eis schlürfen. Das Sorbet heißt hier nieves, also Schnee und auf Grund der großen Anzahl einheimischer Früchte, gibt es natürlich viele Sorten. Die andere Form ist Raspados, ein von großen Blöcken abgeraspeltes und mit Sirup übergossenes Eis.

Mit dem Bus ging es dann weiter nach Veracruz am Golf von Mexiko. Hier war es deutlich wärmer als im nachts eisig kalten Puebla. Auch wenn die Veracruzer in langen Klamotten herumlaufen, weil es für sie schon Winter ist, nutzte ich die 28°C erst einmal für das erste richtige Baden im Meer. 😉 Neben einem Strand, dem Hafen und dem schönen Platz im Zentrum (Zócalo, wie überall) durfte ich dann auch noch tief ins Bier- und Schnapsglas schauen, weil mein Gastgeber samt Freunden der Meinung waren, dass ich den weltberühmten Mezcal endlich anständig vor Ort verkosten muss. Hier wird der aus einer Agavenart gewonnene Schnaps nicht mit Wurm bzw. Schmetterlingslarve serviert, wie in denFlaschen, die exportiert werden. Dafür wird er, weil er recht stark ist, zum Beispiel mit Maracujasaft oder Erdbeersahne verdünnt.

Auf Grund dieses lustigen Abends hatten wir am Sonntag einen kleinen Durchhänger und statt mit Kajaks auf eine der vorgelagerten kleinen Inseln zu paddeln, verbrachten wir den Tag nur faul vor dem TV (quasi Spanisch lernen *hihi*), mit dem Hund im Park und in der Küche. Denn ich durfte das nächste lokale belegte Brötchen testen: Pambazo. Dieses Mal mit Chipotle-Salsa (Die ist nur so scharf, dass ich sie auch essen kann.), Bohnenmuß, Chorizo, Avocado und weißem Käse. Da es weniger Fleisch enthält, finde ich die Variante aus Veracruz ein bisschen besser.

Die schönen Tage habe ich zwei klasse Gastgebern zu verdanken, die ich über couchsurfing.com bzw. die dazugehörige App kennengelernt habe. Die erste Nacht in Veracruz gehörte leider nicht dazu, weil dieser sich dann doch als Depp herausstellte, doch das habe ich im Bericht nun einfach ausgelassen. Jedoch verweise ich auf meinen Eintrag zum Couchsurfen, für alle, die sich damit auseinandersetzen wollen.

 

— English version —

My second destination in Mexico was Puebla and I liked it very much, first of all the lovely old buildings downtown. The whole city has many churches and a huge cathedral. As every other town it has the central plaza called zócalo and street markets. Besides there‘s a park (Teleférico) with a funicular. The view over the city and to the volcano Popocatépetl is included. Longer distances can be managed by taking a bus. They run every 5 minutes. And sure, there‘s food everywhere. I tried two special regional meals: Mole Poblana which is a sauce of chocolate and chili and perfect to Enchiladas and Cemita, a bread filled with meat, white cheese, onions, avocado and salsa. It looks a little bit like a huge burger.

Cholula is worth a half day trip and for nightlife. Besides lots of cafés and bars, shops for clothes and the university it has a pyramide hidden under a hill and with a big church on top of it. Due to the strong earthquake wich happend shortly before I couldn‘t climb the hill to the church because there were some construction works. The catacombes are also not longer free to visit, just a short tunnel under one part of the pyramid. A nearby museum shows Cholulas history and a little bit more of Mexico. And there‘s other things to enjoy… Quesadillas at the zócalo, icecream (nieves) and the sun.

With the bus I drove then to Veracruz at the Gulf of Mexico. It was warmer than in Puebla and though the citizens feel a little cold, I used the 28°C to have a proper beach day with some time in the sea water. 😉 I also visited the port, downtown and a bar. My host and his friends thought it is time for me to try Mezcal at it‘s origin. It is served with juice or syrup, not like the exports with worm in the bottle. Because of this long and delicious night we were a little hungover and spent the sunday in bed watching TV (kind of learning Spanish *hihi*), playing with the dog in the park and eating self-made Pambazo, another special bread but for this region. Instead of the meat it is with chorizo and mushed beans. I liked it a little more than the one in Puebla.

All those beautiful days I could enjoy thanks to my host who I met via couchsurfing.com or better the related app. The first night was not as cool. The host turned out to be a dickhead, but I skipped that part. If you‘re interested in the couchsurfing community read my post about it.

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

2 Gedanken zu „Puebla & Veracruz (México)

  1. Gerade die Geschichte mit und vom Deppen hätte mich nun besonders interessiert 😉
    Andere auch, wie ich hörte. Nee, Spaß beiseite: Paß auf Dich auf!

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