North California & San Francisco (USA)

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Gleich nach dem Grenzübergang von Oregon nach Kalifornien (Auch hier gibt‘s Einfuhrkontrollen für Agrargüter.) betraten wir einen der wohl beeindruckendsten Wälder, die man so sehen kann – die Redwood Forests. Hierbei handelt es sich um mehrere aneinandergereihte Parks mit den ältesten, dicksten und höchsten Zedern Amerikas. Generell ist alles sehr trocken, aber trotzdem fanden wir wieder unzählige Farne und Flechten, viele Vögel und einen mini Maulwurf. Das ist das schwarze Ding, das im Turbotempo durchs Video krabbelt. 😉

Besonders zu empfehlen ist der Mill Creek Trail im Jedediah Smith Redwood State Park, denn dort fanden wir unser kleines, persönliches Feenreich abseits der anderen Besucher, die die Schotterpiste der Howlad Hill Road mit dem Auto befahren. Diese kann man dann zurück zum Auto gehen und sie dann in einem Zug nach Crescent City durchfahren. Außerdem gibt es unterschiedlich lange Trails im Prairie Creek, die laut Rangern lohnender sind, als tiefer abseits des Freeways #101 die „Tall Trees“ aufzusuchen. Wir waren begeistert und haben nichts vermisst. Kleine Boni waren zum Einen die riesige Elk-Herde (nicht Elche!) in der Elk Meadow und im Humboldt Redwoods State Park die beiden „Drive Thru Trees“ samt Baumhäusern und anderen Nettigkeiten aus Bäumen, die man in Myers Flat für 8 und in Legett für 5 Dollar bestaunen kann. Aber Achtung, es passen keine Pickups und Wohnmobile durch! Zu beiden Bäumen kommt man sehr schön, wenn man die #101 Alternativroute Avenue of the Giants nutzt.

Zwischen den Tagen in den Wäldern lässt es sich sehr schön an der Humboldt Bay nächtigen. Eureka hat ein restauriertes Stadtzentrum mit süßen Läden und natürlich Seafood (jedoch eher für den volleren Geldbeutel). Für alle Serienjunkies kommt jedoch gleich die Enttäuschung: Die gleichnamige Serie wurde hier nicht gedreht.

Wir entschieden uns dann, die #101 zu verlassen und der #1 zu folgen. Diese führt über sehr sehr viele Klippen und in gefühlt tausend Kurven immer direkt an der Küste entlang nach Süden. Wir genossen die verlangsamte Fahrt sehr, denn der blaue Himmel, die immer stärker werdende Sonne und die immer sandiger und trockener werdende Landschaft fühlten sich plötzlich wirklich so an, wie man sich Kalifornien vorstellt. Wir verbrachten also immer wieder morgendliche Aufwachrunden, Lunch-Pausen und Abendspaziergänge an Stränden und erfreuten uns so unseres Roadtrips, der für mich hätte noch langsamer gehen können, für meine beiden Mitfahrer jedoch nur ein Ziel verfolgte: San Francisco (oder wie ich es auf Grund des Hügelsets nenne: „us-amerikanisches Stuttgart“).

Wir näherten uns der Stadt mit kurzem Stopp in den Marin Headlands, welche sich nördlich der Golden Gate Bridge befinden und einen herrlichen Blick auf selbige und die Skyline San Franciscos im Hintergrund bieten. Vorausgesetzt das Wetter passt, denn der Golf treibt hier viele Nebelbänke und dicke Wolken in Richtung Bucht, weshalb vielen oft der Blick auf die gesamte Brücke verwehrt bleibt. Nicht so bei uns, ich stand in kurzer Hose und ärmellosem Top – jap, diese Info dient dazu, alle neidisch zu machen – auf einem der zahlreichen Viewing Points. Dafür konnte ich nicht mehr wie gewollt durch den Felstunnel zum Leuchtturm, denn der wurde genau bei unserer Ankunft um 15 Uhr schon geschlossen.

Golden Gate Bridge & San Francisco from Marine Headlands

In der Stadt, die wirklich sehr hügelig und weitläufig ist, lohnt es sich auf jeden Fall ein Mehrtagesticket für die Öffentlichen zu haben. Wir haben uns dafür entschieden, ein Hostel mitten im Geschehen zu nehmen und das Auto in einem sicheren Parkhaus unterzustellen. Die Straßen sind hier in fast allen Gegenden tatsächlich ab Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sicher, Autos werden aufgebrochen, Scheiben eingeschlagen und geklaut, was eben geht. Die Alternative wäre gewesen, außerhalb zu wohnen und jeden Tag in die Stadt zu fahren. Doch das hätte viel Zeit und nicht weniger für die Unterkunft gekostet. Wir waren nun 3 Tage unterwegs und obwohl wir tatsächlich eingeschlagene Scheiben und viele Obdachlose oder anderweitig auffällige Leute gesehen haben, gab es keinen seltsamen Begegnungen oder gar Schlimmeres. Wie in jeder Stadt liebe ich es wieder, durch die Straßen zu gehen (bei Nacht tatsächlich nicht allein), mit den Öffentlichen längere Strecken zurückzulegen und dabei aus dem Fenster zu schauen, mir schöne Plätze zu suchen, an denen ich einfach sitzen, lesen, lernen kann, und mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. San Francisco ist definitiv anders. Jedes Viertel unterscheidet sich vom vorherigen, es gibt unglaublich viel zu sehen und von jedem Hügel sieht es wieder etwas anders aus. Benutzt man die Öffentlichen, muss man viel Zeit einplanen, denn die Busse und Straßenbahnen fahren im normalen Verkehr und stehen daher öfter im Stau. Die nach einem Erdbeben mit Großbrand Anfang des 20. Jahrhunderts fast vollständig zerstörten Cable Cars fahren auf zwei Linien noch, man muss jedoch in der Regel lange auf sie warten. Dafür ist das Cable Car Museum sowie das der Street Cars, das Mechanic Museum und Teile der Historic Ships mit freiem Eintritt. Und die typischen, bunten Häuserreichen, der Blick auf die Brücken und die Skyline sowieso. Und steile Hügel und Treppen. Ich fühle mich irgendwie heimisch, als hätte ich das „Stuttgart der USA“ gefunden. 😀 Der Verkehr ist hier übrigens noch viel viel schlimmer als in meiner geliebten Landeshauptstadt zu Hause. Über eine Stunde haben wir gebraucht, um am Nachmittag 2 Kilometer aus der Stadt hinaus zurückzulegen. Und der Stau ging dort dann für weitere 2 Stunden weiter…

— english version —

After crossing the border from Oregon to California (They might check on you for agricultures.) we came into one of the most spectacular forests in the world – the Redwood Forests. Several State and one National Park save America‘s oldest and tallest cedars. In general it is very dry but we could see lots of ferns again. And sure there were birds and a litte mole running like crazy, as you can see in the vid. 😉

I highly recommend Mill Creek Trail in Jedediah Smith Redwood State Park where we found our very own little fairy land. Most of the visitors just use Howlad Hill Road which I liked as well and drove all the way to Crescent City but walking besides offers you more. Another option for several loop trails is further south in Prairie Creek. Rangers told us to skip „Tall Trees“ and they were right, we didn‘t miss a thing. Besides there is a hughe elk family liing there and following the Avenue of the Giants as #101 Alterna offers two „drive thru trees“ in Myers Flat and Legett. But mind your car‘s size: pickups and mobile homes won‘t fit through!

Between the forest parks you can enjoy a nite near Humboldt Bay, for example in Eureka, where they restored some of their victorian looking houses and serve lots of seafood.

We decided to leave #101 and follow #1 which leads directly next to the ocean all the time. But you need to drive a lot up and down and it feels like there are more than a thousend bends. The perfect blue sky, the warming sun, the Pacific and a landscape getting dryer and plants smaller felt more and more like the California we knew from movies and stuff. So we had morning walks, lunch breaks and evening hangouts at beaches and way too fast we reached the next goal: San Francisco.

We first stopped at Marin Headlands to enjoy lovely views of Golden Gate Bridge and the city‘s skyline. We were so lucky with the weather that we could see everything. It‘s not much days in year without fog and clouds coming in from the gulf. Lucky us! 🙂

The city is gorgeous. Colourful, steep hills, cute shops and lots of water all around. As usual I walk a lot but you definetly need public transportation as well for all the up and down and long distances. They take their time ‘cause there‘s lots of cars in the streets but it‘s fun to take the old street or cable cars. They have museums with free admission for both, the mechanic museum and parts of the historic ships. And sure, all the beautiful houses and views of Alcatraz, the bridges and hills is for free as well. 🙂 Getting out of town was a bit like a challenge. It took us 1 hour for 2 kilometers and after that another 2 hours heavy traffic to our next destination…

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

2 Gedanken zu „North California & San Francisco (USA)

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