Washington State (USA) – The Evergreen State

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First of all: Sorry lads for writing so late, but WIFI isn’t that very common as it was in Canada, don’t know why!? But finally here’s the long awaited post…

 

Bye bye, Canada! Back in the United States.

Der Stau am Grenzübergang war zwar nicht unter Spaß zu verbuchen, aber noch erträglich. Dasselbe gilt für die Fragen des Grenzbeamten, der uns wieder zurück ins Land ließ. Erneute Stempel gab es nicht, denn unsere ersten sind ja noch gültig. Trotz etwas Regen steuerten wir den Deception Pass State Park an, der – welch Glück – an diesem Tag kostenfrei war. Der Grund war die Deception Pass Bridge, deren Höhe recht beeindruckend war. Sie verbindet Fidalgo Island mit Whidbey Island und führt dabei über einen großen Felsen. Am Strand darunter konnte man die enorme Kraft der Gezeiten bestaunen, weil sich der Seehund, der vor mir auftauchte, innerhalb von Sekunden hundert Meter hat weitertreiben lassen.

Deception Bridge to Whidbey Island

Danach steuerten wir zurück aufs Festland und nach Lake Stevens, wo wir bei Freunden ein richtiges Zuhause für ein paar Tage genießen durften. Hannah und ich freuen uns jedes Mal, wenn wir uns wiedersehen, was eigentlich nicht so oft ist. Dieses Jahr haben wir jedoch eine echt gute Quote, weil sie mit Familie vor 2 Monaten in Deutschland war. Wir konnten die Tage nicht nur gemeinsames Frühstücken und Abendessen, eine anständige Dusche und Kartenspielen genießen, sondern hatten auch große Freude, die beiden kleinen Jungs zu bespaßen. Man munkelt, Felix hätte das Baby fast eingepackt und mit nach Hause genommen. 😉

Alle zusammen waren wir auch in Seattle, im Public Market Center Doughnuts essen, am Pier und im Park die Sonne genießen und natürlich haben wir der Space Needle einen Besuch abgestattet, sowie Lenin und einem Troll. Das große Highlight für Felix und mich war dann noch unser Date mit den Seahawks im CenturyLink Field. Wir haben es tatsächlich zum Football geschafft und das wohl lauteste Publikum der Liga kennengelernt. Das Spiel hat sich aus sportlicher Sicht echt gelohnt, aber auch, um mal zu sehen, was beim Sport in den USA im Stadion alles geschieht. Wir haben den „Canada Day“ erwischt, eine Ehrung eines Veteranen und den Einzug eines ehemaligen Spielers in die Hall of Fame, das heißt seine Spielernummer mit Namen hängt nun im Stadion und wird nie wieder vergeben. Wir mögen die Stadt und hätten es sicher noch ein paar Tage ausgehalten, auch weil wir noch lange nicht alles gesehen und entdeckt haben. Aber es tat auch gut, einfach Zeit mit der Familie zu verbringen und etwas runterzukommen. Das dauernde Auf-Achse-Sein schien nun auch zum ersten Mal etwas auf die Gesundheit zu schlagen und so war es gut, dass der Körper mal zur Ruhe kommt.

Doch nun war auch der Zeitpunkt gekommen, an dem der „Krüchtel-Roadtrip“ endgültig beendet war, denn Felix flog wieder nach Hause. Es kommt mir so vor, als wären die letzten Stunden und der Abschied einfach an mir vorbeigerauscht, denn irgendwie war es nicht greifbar und plötzlich da und vorbei. 4 Monate trennen uns jetzt, bis wir uns in Perú wiedersehen wollen. Nachdem wir uns 4 Wochen lang 24/7 gesehen haben, was ja nicht mal daheim in Stuttgart der Fall ist, ist das nicht nur die nachfolgenden Tage über sehr komisch gewesen, sondern wird bestimmt zwischenzeitig auch mal hart werden. Doch wir können uns ja – wie es für alle gilt – glücklich schätzen, das Internet und diverse messenger zu haben (gell, Mama?!). Wenn ich daran denke, dass ich aus Irland vor 10 Jahren kaum Kontakt nach Hause hatte… Heute unvorstellbar. Wobei ich in den letzten Tagen auch etwas Pech mit dem WiFi hatte, daher kommt der Post auch erst jetzt.

Doch Abschied hieß auch Wiedersehen, denn nun wird der Platz im Auto von Flo in Beschlag genommen, den ich noch in Deutschland kennengelernt habe und mit dem ich nun 6 Wochen durch den Westen der USA reisen werde. Vom Flughafen in Seattle ging es auf die Olympic Peninsula. Wir erfreuten uns an einer schönen Küstenstraße, die um den Olympic Nationalpark herumführt. In Port Angeles konnten wir nach Vancouver Island hinüber blicken und im Next door sehr lecker zu Abend essen. Wir kamen auf dem Weg nach Forks dann noch in den Genuss eines wunderschönen Abendhimmels mit einem uns so nah erscheinenden Mond.

Am nächsten Tag erreichten wir die Westküste und schlenderten, den Pazifik und die Felsformationen am Strand bestaunend, den Rialto Beach zum Hole in the Wall entlang. Ein Trampelpfad brachte uns dabei auf einen zweiten, kleineren Strand, an dem wir alleine die Sonne und die herrliche Landschaft genießen konnten und natürlich erst einmal unsere Füße vom kalten Pazifikwasser umspülen ließen. Wir wollten dann eigentlich noch ein Museum besuchen, in dem Strandgut ausgestellt ist, das der Besitzer über 40 Jahre hinweg vom Strand mit nach Hause genommen hat, doch es war geschlossen. Dafür besuchten wir das Visitor Center, in dem noch etwas „Twilight“-Hype übrig ist. Gedreht wurde die Vampir-Saga jedoch überwiegend an anderen Orten Washingtons und Oregons. Da ich die Bücher gelesen habe, war es jedoch durchaus spannend, die Gegend zu sehen, in der die Handlung spielt. Die Autorin bediente sich tatsächlich realer Orte sowie dem ortsansässigen First Nation Stamm.

Der Olympic National Park, den wir bis dato umrundeten, ist der einzige Regenwald der USA. Ich kenne ähnliche Kaltregenwälder schon aus Kanada, doch es war trotzdem wieder wunderschön, durch einen solchen zu spazieren. Das taten wir am Hoh River, wo Trails durch das vielfältige Grün der Bäume, Flechten und Farne führen. Einer davon bis zum Mount Olympus, doch der war dann doch „etwas“ zu lang. Wir entschieden uns lieber für einen zweiten Strandbesuch in der Gegend und bestaunten den Sonnenuntergang am Ruby Beach.

Der Weg ins Motel bescherte uns dann wieder einen riesigen, aufgehenden Mond. Über den dunklen Wäldern sieht der Vollmond gleich nochmal schöner aus. Und sogar eine Sternschnuppe fiel vom Himmel. Wir waren total begeistert, was wir in so kurzer Zeit schon alles an Eindrücken gesammelt hatten. Doch leider blieben wir nicht so glücklich, denn uns sprang ein Reh vors Auto. Wie es einem in der Fahrschule zig mal eingetrichtert wird, stieg ich zwar voll auf die Bremse, wich aber nicht aus. Das Reh blieb natürlich geblendet vom Scheinwerferlicht einfach stehen… Es ist grausam, kommt hier wohl aber jede Nacht vor, auch mit weit größeren Tieren. Wir sind sehr glücklich davongekommen, weil wir mit dem Auto (das Vollkaskoversichert ist) weiterfahren können. Wir waren nur etwas überrascht, dass man einen Wildunfall hier nicht melden muss bzw. dass das Tier einfach liegen gelassen wird. Entweder es wird von jemandem geschlachtet oder der Puma holt es sich, haben wir uns erklären lassen. Der Schock saß tief und überwinden kann ich es so schnell wahrscheinlich nicht, ein Leben auf dem Gewissen zu haben, aber was die Reise angeht, danke ich meinem Schutzengel sehr, weil uns nichts passiert ist.

Am nächsten Tag konnten wir dann recht gut damit beginnen, den Schock zu verarbeiten. Nachdem wir uns in einer Werkstatt kurz über den unkritischen Zustand unseres Autos absicherten und dem Kurt Cobain Memorial einen kurzen Besuch abstatteten, starteten wir in Westport mit einem kleinen Strand- und Leuchtturmbesuch, verbrachten die Mittagszeit im Willapa National Wildlife Refuge auf einem total toll angelegten Lehrpfad und erholten uns am Nachmittag mit „Mittagschlaf“ und Reiseführer schmökern am Long Beach. Ich war dafür ein paar wenige Meilen mehr zu fahren, um aus dem Städtchen heraus zu sein und das hat sich wiedereinmal gelohnt, denn außer einer kleinen Raupe trafen wir niemanden am Strand. Allerdings fuhren weiter vorne ein paar wenige Autos vorbei, was ich sonst nur von den breiten und langen Nordseestränden Dänemarks kenne und wir entdeckten 5 Wolfsspuren im Sand. Zu Gesicht bekamen wir die dazugehörigen Tiere nicht. Und so verließen wir ein wenig später den Strand, die Region und den Staat Washington.

— english version —

Bye bye, Canada! Back in the United States.

It wasn‘t much fun to have the waiting time at the border, but it was ok. So were the questions the officer asked befor letting us back into the country. We didn‘t get new stamps in our passports but our last ones are still valid. Though we had rain, we drove to Deception Pass State Park and over Deception Pass Bridge which‘s height is quite impressive. Standing on the beach below showed how much power the tide has ‘cause I watched a seal which was taken away by the water for about hundret meters in seconds.

After that small trip to Whitbey Island we drove to Lake Stevens where we foud the lovely home of our friends, the Cornouyers, which made it ours as well. I was so pleased to see Hannah again so soon after she and her family came to Germany in summer. We had delicious breakfasts and dinners together and I really enjoyed playing with the little boys. There was some signs that Felix would take the baby with him to Germany. 😉

All together we went to Seattle, ate Doughnuts at Pike Market and walked along the Pier. Of course, Felix and I went to see the space needle as well and we visited Lenin and a bridge troll. But the „best“ part was the Football game at CenturyLink Field. We now know the loudest audience in the NFL and were confused, amazed and in some points lucky to be European the same time. There were some other things going on as well. It was „Canada Day“ so they sang the anthem, too, a former soldier was honoured and one of the former players got himself and his player‘s number into the Seahawks‘ Hall of Fame.

We pretty liked Seattle and could have spent some more days there. First of all because we‘ve missed so much to see – need to come back one day! But first of all we enjoyed ourselves with Hannah‘s family and the opportunity to calm down a litte and have some rest days after all that travelling. This was important to me ‘cause I felt a little ill and needed my body to get some peace. Thank you so much, Hannah & John!!

But then the time has come and our „Krüchtel-Roadtrip“ finally came to an end. It feels like the hours before Felix left for Germany didn‘t exist. I can hardly remember them and I couldn‘t enjoy the time like I wished to. It will be 4 months until we‘re going to meet again in Perú. After beeing together 24/7 which hardly ever happens back at home it will be hard for both of us. But – and this is for everybody – we live in times of internet and smartphones (when WIFI works properly which doesn‘t for the last days). 10 years ago in Ireland I made it withouth those goodies.

But saying goodbye was a hello again with Flo, my travelmate for the next weeks on the US Westcoast. After dropping of Felix at the airport, we drove to Olympic Peninsula. We follwed the coastal road which leads all around Olympic National Park. We stopped in Port Angeles where we could see Vancouver Island and we ate dinner Next door. On our way to Forks we were lucky to have a colourful sky and a huge moon above.

The very next day we strolled along Rialto Beach to the Hole in the Wall. There are big rocks on the coastal line both on land and in the water with uncountable numbers of sea gals and other birds. The time we reached the second bay we were all alone and enjoyed the cold water of Pacific and the warming sun. We wanted to visit a museum in Forks with all the things a man has been collecting at the beach in 40 years, but it was closed. So we had a quick step in at the visitor center to take some funny pictures of Twilight-Saga‘s stuff. The small town was nearly dying before the hype came because of the movies. So good for them. I was more interested in the book‘s author describing live of the Quilleute tribe and the area around Forks.

Olympic National Park which we surrounded is the only rainforest of the USA. I know similar cold rainforests from Canada but it was so nice to walk through one again. This we did at Hoh River where several short trails lead along old trees, ferns and lots of other plants. One of these trail‘s final spots is Mount Olympus but we couldn‘t do that because of it beeing a more day hike. We decided to visit another beach insted and watched a picturesque sunset at Ruby Beach. We had a huge full moon and even a shooting star on our way through the nite. But the lucky moments had a break when a deer jumped in front of our car. I‘m still very sad but accidents with deer happen so often in these areas and a cougar might has been happy to eat without hunting that night. So I need to be thankful that the car didn‘t get too much damage and we could go on healthy.

The next day was nice again and we slowly started into the morning with a walk on Westport‘s beach and a short visit at the lighthouse. Lunchtime was in Willapa National Wildlife Refuge in which we followed a great path which educates people in wildlife an nature nearby with art and signs. After some more driving we had a late „naptime“ at Long Beach. We chose a place further up and out of town so we were all alone again. I pretty much like empty beaches. 🙂 And then we left heading south for Oregon.

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

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