On the road (British Columbia, CAN)

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Obwohl ich Alaska aus finanziellen Gründen für diese Reise erst einmal streichen musste, belasse ich den Untertitel des Blogs wie er ist, denn ich flog von NYC nach Seattle mit Alaska Air. 😉 Dort angekommen durfte ich noch eine Weile auf Felix warten, dessen Maschine aus Frankfurt etwas länger bei der Abfertigung brauchte. Doch wiedervereint konnten wir dann schließlich unseren Mietwagen abholen und unseren „Krüchtel Roadtrip“ starten. 🙂

Die (erneute) Einreise nach Kanada mit dem Auto war angenehm. Wir fuhren auf einer Nebenstrecke und hatten somit keine Wartezeit und entspannte Grenzbeamte. Dass wir am zweiten Tag unserer Tour gleich die USA für das benachbarte Kanada verlassen, bezeichnete der Grenzer als gute Wahl und somit erreichten wir mit unseren Einreisestempeln (und ohne zur Kasse gebeten zu werden wie umgekehrt in die USA) DIE Region schlechthin: British Columbia.

Der Trans-Kanada-Highway (überall durch ein Ahornblatt mit der Nummer 1 gekennzeichnet) führte uns zunächst zu den Bridal Veil Falls und dem Kettle Valley Railway Trail, einer kleinen Wanderroute mit einer ehemaligen Eisenbahnstrecke mit Tunneln und Brücken durch Täler und über Pässe. Danach ging‘s weiter an den Okanagan Lake, der dem Tal ein so mildes Klima beschert, dass man hier von Obst- und Weinanbau lebt. Die Pfirsiche, die ich in Peachland natürlich probieren musste, überzeugten mich voll und auch die mystische Stimmung am See gefiel uns. Allerdings wunderten wir uns, dass man schon ab Seattle vor lauter gelbem Nebel die Sonne kaum sehen konnte.

Nach einer Nacht direkt am See in Kelowna lüftete sich das „Geheimnis“ dann im Revelstoke National Park. Beim anhaltenden dichten Nebel handelte es sich nämlich um den Rauch einiger Waldbrände in der Umgebung. Momentan herrscht große Waldbrandgefahr und auch dieser Tag versprach keine freie Sicht auf den Himmel. Davon ließen wir uns jedoch nicht abschrecken, nutzten zum ersten Mal den Eintrittspass für die Nationalparks  und fuhren den Meadows in the Sky Parkway für mehrere Kilometer nach oben. (Man braucht eine Erlaubnis, um in die Parks fahren zu dürfen, die in Form eines Passes fürs Auto erteilt wird. Dieses Jahr ist er umsonst, denn das Land feiert sein 150jähriges Bestehen.) Dort angekommen wurden dann (endlich) die Wanderstiefel an die Füße gepackt und es ging für eine kleine Tour zum Lake Miller, einem versteckten, doch wunderschönen kleinen See in subalpiner Landschaft. Da vor Kurzem ein Grizzly gesichtet wurde, lautete die Empfehlung, in kleinen Gruppen wandern zu gehen. Man verscheucht Bären dann durch Gespräche und „Masse“ eher, als wenn man alleine unterwegs ist. Daher – und weil seine Reisebegleitung mit gebrochenem Fuß passen musste – schloss sich uns Alex an. Schnell bemerkten wir, wir leben in Deutschland in der selben Stadt und nach dieser ersten gemeinsamen Tour verabredeten wir uns dann auch für den nächsten Morgen an der Talsperre in Revelstoke.

Vor lauter Nebel (dieses Mal wirklich!) konnten wir kaum etwas sehen und die geplante größere Wanderung im Glacier National Park musste auf Grund von Dauerregen dann auch ausfallen. Stattdessen hielten wir an jedem Parkplatz mit kleinem Provincial Park, der auf der Strecke lag, und stückelten die Spazierstrecke immer mehr zusammen. Dabei lernten wir Fakten über die heimischen Baumarten und über den Versuch der Rückgewinnung von Urwäldern, besuchte einen Wasserfall und verschoben die Vesperpause wegen der Nässe Stunde um Stunde.

In Golden angekommen, wo es endlich aufhörte zu regnen, führte uns ein weiterer kleiner Spaziergang dann ins Wolf’s Den Restaurant (Danke, Benni, für diesen Tipp!), wo alle bis dato fehlenden Kalorien wieder aufgenommen wurden – inklusive recht gutem kanadischem Bier und leckerem Nachtisch. 🙂 Nicht nur wegen diesem Abend fingen wir bereits an, British Columbia zu lieben und freuten uns auf die nächsten Tage, denn der Regen wusch quasi die Luft vom Rauch rein und sowohl die Wetter- als auch die Feuerprognose las sich nun deutlich besser.

 

— English Version —

Although Alaska is way too expensive to make it part of my actual journey I keep the subtitle of this page as it is, ‘cause my flight from NYC to Seattle was via Alaska Air. 😉 Reaching the airport I had to wait for Felix whose flight needed quite long in customs. But finally reunited we picked up our rental car and got our „Krüchtel Roadtrip“ started. 🙂

The entry to Canada (again) was very easy. We took a local track so there was no time of waiting at the border and the oficials were relaxed. Crossing the border the second day of the trip was called a good choice and so we reached THE region of Canada: British Columbia.

Trans-Canadian Highway (signed with a maple leaf and No. 1) lead us to the Bridal Veil Falls and the Kettle Valley Railway Trail, a small hiking route to a former steam track with lots of tunnels and bridges through canyons and passes. Then we went up to Okanagan Lake which brings such mild climate conditions to the valley that it is famous for fruit and vine yards. I really had to try some of Peachland‘s peaches and they tasted gorgous! We liked the mystical atmosphere of the lake, too, but kept on wondering why there is so much yellow fog since we left Seattle.

After a night directly at the lake in Kelowna we got to know the answer in Revelstoke National Park. The thick fog which covers the sun is the smoke of some fires in the forests nearby. There‘s huge danger of these fires at the moment so this day wasn‘t supposed to get a clear sky neither. But this couldn‘t stop us. We used the access permit for all the Canadian National Parks (It is free because of the 150th anniversary this year!) and drove the Meadows in the Sky Parkway for several kilometers up the mountain. By reaching the parking lot we (finally) got our feet into hiking boots and startet a lovely walk to Miller Lake in subalpine landscape. Alex, a guy from Germany and even living in Stuttgart as well, joined us. Due to a grizzly which has been seen not long ago it is recommended to walk in groups so that talking and „mass“ keeps the bear away.

We arranged to meet again the next day at Revelstoke Dam. But loads of fog (for real this time) made any view nearly impossible. All the rain that followed stopped us from hiking in higher areas of Glacier National Park. We stopped by at every parking lot with a provincial park next to the Highway instead and slowly put short distances together. We learned about the forests, visited another waterfall and forgot about our lunch ‘cause it was too wet all over the way to Golden.

There it finally stopped raining and we had another small walk around town and to the Wolf Den Burger Bar (Thanks a lot, Benni, for this advice!) where we filled up our bodies with all the missed calories – including some tasty Canadian beer and desert. 🙂 As for these days (and the dinner) we started already to love British Columbia and we were looking forward to the next few days ‘cause the rain washed away all the smoke and the weather and fire forecasts sounded really good.

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

3 Gedanken zu „On the road (British Columbia, CAN)

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