Montréal (Québec, CAN)

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Nach ein paar Stunden, die ich komplett verquatscht habe – wobei das aus-dem-Fenster-Gucken natürlich nicht zu kurz kam – war ich schon in downtown Montréal und bereits beim Reinfahren war klar: Diese Stadt ist die schönere! Und das wurde an vielen Orten meiner Erkundungstouren dann auch bestätigt.
Mein Kontakt über Couchsurfing.com holte mich am Hostel ab und zeigte mir die Innenstadt und den Hafen sowie das seiner Meinung nach beste Pub, in dem – welch Zufall – mein Lieblingsbier aus Cork ausgeschenkt wird (Erinnerung: Vor knapp 10 Jahren verschlug es mich für mehrere Monate nach Irland und einige von euch durften schon einmal nur lesen, was ich so erlebe).

Nach einer eher kurzen Nacht lief ich wieder den ganzen Tag durch die Stadt. Angefangen mit dem Weg auf den Mont Royal, den Hausberg Montréals, und mehreren Runden durch dessen Wald. Bei der Aussichtsplattform am Chalet setzte ich mich dann sogar ans Klavier, obwohl ich seit Jahren nicht mehr spiele und es gab Applaus. 🙂 Die Stadtteile oberhalb des Zentrums sind wunderschön und erinnern mich tatsächlich ein bisschen an Frankreich. Außerdem gibt es dort Poutine, das Nationalgericht. Das sind Pommes mit „quietsche“-Käse und dunkler Soße sowie verschiedenen fleischlastigen oder Gemüsetoppings. Dafür stehen die Leute auch schonmal 15 Minuten an. Auf der Avenue Mont-Royal geriet ich dann noch in ein Straßenfest mit vielen Ständen und meist guten Musikern und dann hat mir mein privater Guide und gebürtiger Mexikaner noch Tacos gemacht, obwohl ich nur wenige Sätze Spanisch mit ihm sprechen wollte. Der Abend auf der Dachterrasse des Hostels konnte dann auch noch anständig ausklingen mit Sarah, meiner Busfahrbekanntschaft, die lustiger Weise nur einen Block weiter unterkam.
Auch den letzten halben Tag verbrachte ich wieder auf eigener Entdeckungstour durch noch unbekannte Blocks und ging nochmal zum Hafen und ins Zentrum. Darunter gibt es tatsächlich eine zweite Stadt auf U-Bahn Level voller Läden und Restaurants, sodass man im langen kalten Winter nicht draußen sein muss. Toll ist zudem, dass man downtown freies WLAN der Stadt nutzen kann. Einen Papierreiseführer oder Stadtplan habe ich also zurecht nicht genutzt. 😉

Ich weiß nicht, wie viele Kilometer ich jetzt schon gelaufen bin, aber ich merke immer wieder wie sehr ich es genieße, durch fremde Städte zu laufen und mich einfach von den Dingen überraschen zu lassen, die mir dabei begegnen. In diesem Fall ist es vor allem die Straßenkunst und Ecken, an denen sich wunderschöne Gassen und Gebäude zwischen Hochhäusern und Parks finden lassen. An Montréal werde ich mich auf jeden Fall positiv erinnern.

— English Version —

While driving into downtown Montréal it became immediately clear that this city is the more beautiful one. I was showed around by a local guy who really knew a lot. He was also giving me good advice for exploring some areas on my own. I really like walking through cities and just wonder where it may take me. We ended up in an irish pub serving my favourite irish beer (flashback: 10 years ago I first left Germany for several months of living near Cork and everybody has to read my blog for staying in touch).

I started my explorations on Mount-Royal with its Chalet and a piano standing on the view point. I got applause for my music though I haven‘t played for ages. In some streets I got into a huge party with loads of food, clothes and differnet artist playing music. To make this evening even better I got tacos at my local guide‘s house and later sat on the hostel‘s rooftop to drink a beer and chat with Sarah, the girl I met on the bus, again.

After a short night I explored some more parts of town and went back to Old Harbour and City Center in the morning. There‘s a second town on subway level so you mustn‘t go out for shoppig and restaurants in bad weather, first of all during long and very cold winters. And again I was surprised how many street art places, loverly buildings and little paths I could find next to parks and skyscrapers. Last but not least the city has free WIFI all around downton offered by the city authority. I definetly keep Montréal in very good memories.

Maren

- Lehrerin auf Abwegen - Der Sommer wird für mich von August 2017 bis August 2018 anhalten, weil ich ein sog. Sabbatjahr einschiebe, um endlich das Reiseziel Südamerika anzusteuern. Was sollte da näherliegen, als in Nordamerika anzufangen, um über Zentralamerika den Süden zu erreichen? ;)

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